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Albert-Einstein-Realschule Essen-Rellinghausen

Die Geschichte der AES

Im Jahre 1925 wurde die "Städtische Knabenmittelschule Essen - Süd" in Rellinghausen in der Rübezahlstraße eingeweiht. Dort befindet sich heute das Rellinghauser "Kunsthaus". Die ersten Unterlagen liegen in der Schule selbst für das Jahr 1934 vor, möglicherweise sind Dokumente während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Nach der Wiederaufnahme des Unterrichts 1945 mussten die Schüler über einen langen Zeitraum Schichtunterricht mit Vormittags- und Nachmittagsunterricht ertragen.

Schulbild alt sw

Im Jahr 1953 erfolgte dann der erste Spatenstich zum Neubau eines Schulgebäudes am Ardeyplatz - der erste Schulneubau der Stadt Essen nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt. Im darauffolgenden Jahr wurde der Unterricht in den neuen Schulräumen aufgenommen. Noch immer trug die Schule den inzwischen altmodisch anmutenden Namen, so dass schon in diesen Jahren aus ihrer Mitte eine neue Bezeichnung vorgeschlagen wurde: "Schellenbergschule" sollte sie nun heißen; dieser Vorschlag wurde aber vom Rat der Stadt Essen abgelehnt. Seit 1956 gibt es eine Differenzierung ab Klasse 9 in einen mathematisch-naturwissenschaftlichen und einen sprachlichen Zweig, seit 1999 eine Neigungsdifferenzierung schon ab Klasse 8.

Einstein-ZeichnungAnfang der 60er Jahre stand wieder die Namensgebung für die Schule an. Dieses Mal wurden die Namen "Friedrich-Ebert-Realschule" - nach dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik- und "Albert-Einstein-Schule" - nach dem jüdischen Nobelpreisträger für Physik - vorgeschlagen. Dabei ist interessant, dass die Erben Albert Einsteins nur zögernd die Einwilligung dazu gaben, denn der Physiker hatte sich auch innerlich aus Deutschland zurückgezogen und verbot zu seinen Lebzeiten eine Namensgebung - vor allem im westlichen Teil Deutschlands. Der Rat der Stadt Essen stimmte dem zweiten Vorschlag zu, so dass die Schule seit 1962 diesen Namen trägt.  

Die folgenden Schuljahre sind geprägt von vielen Neuerungen:

  • Ostern 1965 wurde die Erprobungsstufe eingeführt;
  • 1966 und 1967 führte man Kurzschuljahre durch und verlegte den Versetzungstermin von Ostern auf den Sommer;
  • 1971 wurde der Samstagsunterricht auf einen Schulnachmittag verlegt, so dass die AES eine der ersten Schulen in Essen mit freiem Samstag wurde;
  • ab 1973 wurde der Unterricht koedukativ erteilt.

Neben diesen Reformen erarbeitete sich die Schule aber auch ein Repertoire an Schulveranstaltungen, die z. T. bis heute Bestand haben:

Schullandheimaufenthalte auf Amrum und Hörnum/Sylt, Skisportunternehmungen, zuerst in Oberstdorf und seit 1968 in Mittenwald, Auslandsaufenthalte der 10. Klassen in den Niederlanden, Frankreich und England.

Neben vielen Essenern Bürgern, die Schüler der AES waren, sind vielleicht zwei hervorzuheben:
Detlev Samland, ehemaliger Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen,
Heinrich Schafmeister, Schauspieler, bekannt geworden u.a. durch den Film "Comedian Harmonists"

Heute liegt die Schule nach wie vor geschützt am Rand von Rellinghausen, benachbart einem Naturschutzgebiet und dem Schellenberger Wald. Der Einzugsbereich der Schule hat sich verändert: von Rellinghausen und Stadtwald über Überruhr, Burgaltendorf und Kupferdreh bis Heisingen, Bredeney und Rüttenscheid sowie Werden und Heidhausen kommen heute Schülerinnen und Schüler. Die Realschule als Schulform hat trotz vieler konkurrierender Angebote in Essen und auch überregional steigende Schülerzahlen zu verzeichnen, so dass ihr Fortbestand gesichert ist.

Am 01.02.2004 wurde die Schule in Albert-Einstein-Realschule umbenannt.

Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 wird die ehemalige Realschule Essen-Kettwig als Dépendance der Albert-Einstein-Realschule geführt.


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