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Erster Schultag an der AES

Mit dem Klassenzug durch dick und dünn

In Sachen Schule kennen sie sich aus. Schließlich haben sie ja alle schon vier Jahre Grundschule hinter sich. Trotzdem ist heute für die 5b wieder mal erster Schultag, nämlich an der AES. Schlecht geschlafen haben in der Nacht vorher einige von ihnen. Maurice und Laura waren sehr aufgeregt und Leon war sogar krank. Sie sind sich aber nicht ganz einig, ob es an der Wärme, am nächtlichen Gewitter oder an der eigenen Nervosität lag. Jetzt sitzen die 28 im Stuhlkreis und der letzte Rest Nervosität scheint verflogen. Kerhat hat „so ein Gefühl, dass er ganz viel neue Freunde finden wird“.


Klassenlehrer Stefan Knappmann verbreitet entspannte Heiterkeit.

Ihm zur Seite stehen die beiden Paten aus Klasse 10, die den Jüngsten den Einstieg in ihre neue Schule erleichtern. Denn es gilt eine Fülle von Informationen zu verarbeiten. Neben den vielen neuen Gesichtern und Namen erscheinen bislang unbekannte Fächer wie Physik, Textilgestaltung oder Politik.



Joelene ist „die Patin“. Sie teilt die Fachbücher aus.

Patin Joelene schreibt den Stundenplan an, die Kinder kopieren die Tabelle in den „Timer“, den obligatorischen AES-Terminkalender. „Und Samstag und Sonntag habt ihr frei“, verkündet Stefan Knappmann. Einige Kinder lächeln, einige sehen etwas ratlos aus. Erfahrungsgemäß gewöhnen        sich Schüler sehr schnell an den Humor         Noch ist die Pinnwand gähnend leer.
des Klassenlehrers. Joelene und ihr Mit-        Pate Max wird zusammen mit der 5b
Pate Max teilen jetzt die Fachbücher aus.      dafür sorgen, dass hier bald der Klassen-
Dabei werden die Tornister immer praller       zug fährt.
und gefühlt zentnerschwer. Gut, dass man
ie alle Bücher gleichzeitig braucht. „Wer hat noch kein Physikbuch?“ Drei Hände gehen hoch. Dann sind alle versorgt.


Und morgen nehmen wir dann wohl besser die Tische.

Derweil warten die Eltern auf dem Pausenhof vor der Mensa bei erfrischenden Getränken, die Schulpflegschaft hat’s organisiert. Die Gespräche drehen sich, natürlich, um den Nachwuchs. Aufgeregt? „Die Kinder sind glücklich“, meint eine Mutter. „Freudig erwartungsvoll“ nennt es ihre Nachbarin. Das alles trifft wohl auch auf sie selbst zu, die Stimmung könnte besser nicht sein. Wer sein Kind aus dem benachbarten Hattingen zur AES schickt, macht der Schule damit ein schönes Kompliment. „Und das Busfahren haben wir geübt“, so wird versichert. „Nur 35 Minuten.“


Alles, was der Klassenlehrer sagt, wird im Timer notiert.

Drinnen geht’s weiter mit den ersten Hausaufgaben: Jeder soll einen Puzzlestein aus Papier gestalten für das Klassenpuzzle. „Und bringt bitte ein Foto von euch mit.“ Die Mütter hatten Recht. Ihre Kinder sind tatsächlich freudig erregt und tauschen sich bereits mit sämtlichen Nachbarn aus. Stefan Knappmann gibt einen Ausblick auf die kommende Woche. „Nächste Woche habt ihr Projekttage, und Dienstag machen wir einen Rundgang durch Rellinghausen.“ Aber morgen wird erst mal ein Klassenzug aufgehängt, für jedes Kind ein Waggon. In diesem Zug möchte der Klassenlehrer alle seiner Kinder mitnehmen, eine Klassengemeinschaft formen, die die nächsten sechs Jahre zusammenhält. Durch dick und dünn.
 
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
03.09.2019