Unser Logo Unsere Schule Unser Hundertwasser-Flur Stadtwaldfest Skifreizeit in Mittenwald Jedem Kind sein Instrument Freiarbeit nach Montessori Fußballturnier
Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Klimaschutzabkommen – Fridays for Future

UN Klima - Abkommen: Austeigen oder mitmachen?

Während der Unterrichtsreihe Herausforderungen für die Zukunft, haben wir uns im Erdkundeunterricht u.a. mit dem natürlichen Treibhauseffekt, inwieweit der Mensch durch seine alltäglichen Aktivitäten diesen Effekt verstärkt und wie es so zur globalen Klimaerwärmung mit all ihren Folgen kommt, beschäftigt.
Im Anschluss ging es um die Frage, was die Weltgemeinschaft, Deutschland und jeder Einzelnen von uns zum Klimaschutz beitragen kann? Im Zuge dessen wurden der CO² Fußabdruck und die Entwicklung des UN-Klimaschutzabkommens bis Katowice 2018 besprochen.
Im Rahmen einer Hausaufgabe sollten die Schüler ein informierendes Schreiben oder einen Brief an einen Entscheidungsträger verfassen, das/der ihm die Entscheidung über den Verbleib oder den Ausstieg aus dem Abkommen erleichtert.
Mariam hat viele Unterrichtsbezüge in ihrem Schreiben aufgegriffen. Der Text ist mit Fotos vom Unterrichtsgang zur Fridays for Future Infoveranstaltung am 25.01.2019 unterlegt. Die 9c und dreißig SchülerInnen aus der 10a und 10b waren am Tag, als die Kohlekommission in Berlin den Ausstieg entschied, auf dem Burgplatz.
Danke fürs Lesen, Marcus Biesemann

UN Klima - Abkommen: Austeigen oder mitmachen?

Der Klimawandel ist nicht nur Thema in der Politik, sondern beeinflusst auch unser tägliches Leben, oft auch unbewusst. Der Klimawandel bedroht das Leben so wie wir es kennen, aber wir können noch etwas tun, um die Schäden zu begrenzen. Wie den Einstieg/Verbleib in/m das UN Klima-Abkommen. Die letzte UN-Klimakonferenz fand 2018 in Katowice statt, ca. 200 Staaten nahmen teil.
Das Klima-Abkommen hat das Ziel, die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Man will ein Gleichgewicht zwischen der Emission und dem Abbau von Treibhausgasen schaffen, regelmäßig anspruchsvolle Klimaschutzpläne ausarbeiten, Entwicklungsländer unterstützen und sich an die bereits erfolgten Schäden anpassen. Doch wie will man das schaffen?



Die Ziele des Abkommens will man durch viele verschiedene Maßnahmen erreichen. Hauptziel des Abkommens ist die Energiewende von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien. Dieses Ziel kann man durch Projekte wie z.B. Desertec erreichen. Desertec ist ein Projekt was sich das Ziel gesetzt hatte erneuerbare Energien da zu produzieren, wo es am günstigsten ist. So wird z.B. Sonnenenergie in der Sahara produziert und Windkraft an den Küsten. Vorteile von erneuerbaren Energien sind unter anderem, dass sie nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind, es entstehen keine Schäden für Menschen und Umwelt und erneuerbare Energien sind weltweit vorhanden, womit man regionale Wirtschafft fördern kann. Doch auch bei erneuerbaren Energien gibt es Nachteile, wie z.B. dass die Leistung im Vergleich zu fossilen Brennstoffen oft noch deutlich geringer ausfällt. Zum Beispiel bei der Windkraft, es wird wenig Energie gewonnen, wenn es windstill ist. Zudem werden bei der Produktion der Anlagen seltene Erden verwendet, deren Förderung und Gewinnung für die Menschen in den Abbaugebieten wie China, eine Menge Umweltschäden mit sich bringen.



Weitere Ziele des Abkommens sind u.a. nachhaltige Mobilität zu fördern, nachhaltige Wirtschaft zu schaffen, klimafreundliches Wohnen und Bauen, nachhaltige Landnutzung und Aufforstung zu betreiben und energieeffizient sowie innovativ zu Handeln.
Auch wir können in unserem täglichen Leben etwas dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels zu schwächen und unseren CO2 Fußabdruck zu minimieren, indem man im Alltag kleine Dinge berücksichtigt. Zum Beispiel unsere Elektrogeräte  in den Standby-Modus zu versetzen. Zudem kann man anfangen effektiv zu lüften, d.h. einfach mehrmals am Tag das ganze Fenster für ein paar Minuten öffnen, so geht weniger Wärmeenergie verloren. Im Gegensatz dazu sollte man auch richtig heizen, das heißt um die 18 Grad Celsius in Schlafzimmern und 21 Grad in Wohnräumen. Ein weiterer Punkt den man beachten kann ist es, weniger mit dem Auto zu fahren und die öffentlichen Verkehrsmittel häufiger zu nutzen.



Einer der wichtigsten Punkte die man beachten sollte ist es mehr auf Fleisch zu verzichten, da unter anderem Rinder sehr viel Methan produzieren, was sich in der Atmosphäre festsetzt und die Wärmestrahlung nicht mehr raus lässt, was zu Erderwärmung führt, da es der natürliche Treibhaus Effekt verstärkt.
Neben den oben genannten Punkten kann man natürlich noch viele weitere Maßnahmen beachten die nicht nur das Klima schützen, sondern auch unsere Meere und im Allgemeinen das Leben wie wir es heute kennen.



Aus meiner Sicht ist ein solches Klima-Abkommen sehr nützlich und eine richtige Entscheidung. Natürlich gibt es auch viel Kritik und Wiederspruch wie von Donald Trump, der sich um seine Wirtschaft sorgt und aus dem Abkommen ausgestiegen ist. Doch was bringt uns die laufende Wirtschafft, wenn die Welt um uns herum kaputt und zugrunde geht. Die Ziele des Abkommens kann man nur erreichen, wenn alle zusammen arbeiten und jeder Einzelne etwas dafür tut. Ein Vorbild für jeden könnte die 16 jährige Schwedin Greta Thunberg sein, die durch die Bewegung "Fridays for Future" zum Nachdenken bewegt und das Thema Klimawandel zu einem Gesprächsthema macht. Dass dieses junge Mädchen für einen Nobelpreis nominiert ist zeigt, dass das Thema endlich ernst genommen und nicht nur von Erwachsenen wahrgenommen wird, sondern auch von Kindern und Jugendlichen.
 
Mariam Kanyoe, 9c



Veröffentlicht am:
11.04.2019