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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Tiere, Törtchen und Transporte

3 Wochen Praktikum


„Wie kann ich helfen?“, Lara lächelt in der Parfümerie

„Wahnsinn“, sprudelt es begeistert aus Tom heraus, als er von seinem Schülerbetriebspraktikum beim Zahnarzt erzählt. „Wirklich, jeder Mund ist anders!“ Der Schüler weiß schon nach zwei Wochen Praktikum, dass er seinen Traumberuf gefunden hat - er möchte Zahnarzt werden. Durch Gespräche mit seinem Chef hat er aber auch erfahren, dass es ein langer Weg dorthin sein wird und daher sieht er seine nötigen Leistungen in der Schule mit anderen Augen.


Marlon bereitet das Spielpferd für den Sommer vor

Wie in jedem Jahr nach den Halbjahreszeugnissen tauscht die Jahrgangsstufe 9 der Albert-Einstein-Realschule die Schulbank für drei Wochen mit Werkbänken, Küchen und Schreibtischen. So vielfältig wie die Interessen der Schülerinnen und Schüler sind die Berufsgruppen, die sie sich ausgesucht haben: Tierärzte, Konditoren oder Rettungssanitäter sind genauso vertreten wie Tontechniker im Aalto-Theater.


Tobias zeigt die Künstler-Perspektive auf die Zuschauer​

Hinter den Kulissen des berühmten Opernhauses kennt sich Tobias schon gut aus. Fachmännisch führt er durch den Backstage-Bereich, während er technische Details der beeindruckenden Akustik und Elektronik erklärt. Ganz anders geht es bei Thorald zu, der mit seinem Gärtnerbetrieb an diesem Tag auf einem Friedhof beschäftigt ist. Bei strahlendem Sonnenschein weiß er nur Positives von seiner Beschäftigung zu erzählen: „Die körperliche Arbeit macht Spaß! Man ist den ganzen Tag draußen und lernt so viel.“ Er zeigt Stecklinge, die in der Gärtnerei gezüchtet werden und kann ganz nebenbei Verbindungen zum Biologie-Unterricht herstellen.


Marie kümmert sich nicht nur um echte Pferde

Aber auch die meisten Arbeitgeber sind positiv beeindruckt von den Realschülern. Viele wollen sie am liebsten direkt im Betrieb behalten. Christian Teriet, Mitarbeiter bei einer mittelständischen Firma in Rüttenscheid, betont, wie wichtig er das Praktikum finde. Die jungen Erwachsenen durchlaufen bei ihnen sämtliche Abteilungen und lernen dadurch auch alle Arbeitsabläufe kennen. Immer wieder gebe es Situationen, in denen Positionen nicht besetzt werden könnten, weil kein passender Bewerber für die Stelle gefunden werden könne. Ein Praktikum ermöglicht ein Kennenlernen auf beiden Seiten und bewahrt dadurch vor späteren Enttäuschungen.


Waschen, bügeln, schneidern – Maurice berät in der Textilpflege
    
Denn immer wieder kommt es auch dazu, dass Praktikanten mit falschen Erwartungen oder Hoffnungen in das Praktikum gehen. Der Arbeitstag im Einzelhandel ist manchmal dann doch zu eintönig oder die Pflege von Patienten wühlt emotional zu sehr auf. Aber alle Schülerinnen und Schüler kehren nach den drei Wochen ein großes Stück reifer in die Schule zurück und können stolz darauf sein, sich in der Welt der Erwachsenen bewiesen zu haben.
 
Melanie Kühn



Veröffentlicht am:
09.03.2019