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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Achtung Auto - auch in Kettwig

Für die Schwächsten im Straßenverkehr

„Nasse Straßen, glatte Wege sind gefährlich für dich und mich…“ Das Kinderlied weist auf die besonderen Gefahren im herbstlichen Straßenverkehr hin. Optimale Wetterbedingungen herrschen also im November als Kornelia Tromm, ADAC, und Frank Klossek, Hauptkommissar der Polizei Essen, die Albert-Einstein-Realschule in Kettwig besuchen, um ein Fahrsicherheitstraining durchzuführen. Es ist kalt, nass und auf den Straßen liegt Laub.


Wie lang ist der Bremsweg?

Die Jahrgangsstufe 5 lässt sich trotzdem nicht abhalten, mit Feuereifer Fragen zu beantworten. Sie laufen auf dem Schulhof um die Wette, um dann abrupt von der Zielflagge abgebremst zu werden. „Habt ihr bemerkt, wie unterschiedlich eure Bremswege waren?“, fragt Frank Klossek die atemlosen Schülerinnen und Schüler. „Dann stellt euch einmal die Autofahrer vor, die vielleicht 20 Jahre alt sind, aber unter Umständen auch über 90 Jahre alt sind. Wie werden die Verkehrsteilnehmer wohl abgelenkt?“ Den Kindern fallen viele Einschränkungen ein, die den Reaktionsweg von Verkehrsteilnehmern beeinträchtigen: Krankheiten, weinende Babys, Getränke, Essen oder Nachrichten, die nebenbei getippt werden müssen. Ein Junge ruft aufgeregt: „Meine Mama telefoniert immer mit ihrem Handy!“ Frank Klossek räuspert sich und rückt die Aussage ins rechte Licht: „Dabei benutzt sie bestimmt eine Freisprechanlage.“


Ganz eng zusammengekuschelt ist es auch nicht mehr so kalt.

An mehreren Tagen hintereinander sind Tromm und Klossek nach Kettwig gekommen, um jeweils mit einer Klasse ein Verkehrssicherheitstraining durchzuführen. Durch spielerische Selbstversuche angeregt, bilden die Schülerinnen und Schüler die Formel, welche jeder aus der Fahrschule kennt: Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg.


Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg

„Krass! Wie sehr man im Auto durchgeschüttelt wird“, ruft Diana und zeigt wenig später ihre zitternden Hände. In Dreiergruppen durften die Kinder zuvor in dem mitgebrachten Auto Platz nehmen. Kornelia Klossek fuhr langsam mit dem Auto auf dem Schulhof, um dann plötzlich abzubremsen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das Anhalten noch so lange dauert“, staunt Gianna.


Der Anhalteweg ist viel länger als gedacht.

Spätestens dann können sich die Referenten denken: „Ziel erreicht!“ Vor dem Projekttag hatte Klossek der Lehrerin der Klasse, Katrin Heine, erklärt: „Die Schwächsten im Straßenverkehr müssen erleben, welche Gefahren es gibt und wie sie sich davor schützen können.“
 
MK



Veröffentlicht am:
20.11.2019