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Musik-Schnuppertage der AES

Aylin ist fasziniert von der Klarinette.
Aylin ist fasziniert von der Klarinette.

Schon zum dritten Mal: Musik-Schnuppertage an der AES
Jedem Kind sein Instrument

Man könnte sie schon fast Tradition nennen, die Musik-Schnuppertage, die bereits zum dritten Mal an der AES stattfanden. Arthur Borecki und Michael Patsyuk des privaten Kooperationspartners „Kulturhaus Rhein-Ruhr“ führten die 5er-Klassen durch die Welt der Musikinstrumente. Möglichst viele Schüler sollten das passende Instrument für sich finden.
Aylin ist fasziniert von der Klarinette. Schwarzes Holz und eine Unmenge silberner Klappen laden zum Ausprobieren ein. Erst die Schneidezähne auf das schnabelförmige Mundstück, dann mit der Zunge das Rohrblatt andrücken. Gespannt warten ihre Klassenkameraden, wie die Klarinette klingt: Wird sie quietschen? Völlig konzentriert hält Aylin das Holzblas-instrument vor sich und bläst hinein. Auf Anhieb gelingt ein klarer Ton, die Klasse applaudiert und Aylin strahlt.

Sabrina sortiert die Finger auf der Querflöte.
Sabrina sortiert die Finger auf der Querflöte.

Nun kommen auch alle anderen an die Reihe. Cellos, Posaunen, Trompeten, Gitarren, Keyboards, Trommeln - das gesamte Spektrum der Musikinstrumente, ausführlich erklärt und vorgeführt, wartet geduldig auf die ersten Versuche. Da knarzt das Blech, ächzt die Saite und scheppert die Trommel, aber Mädchen wie Jungen haben einen einen Mordsver-gnügen beim ersten Kontakt mit ihrem Instrument.

Geplant ist, dass im kommenden Schulhalbjahr möglichst viele Kinder der fünften Klassen ihr Lieblingsinstrument erlernen, so wie es die Sechser, Siebener und Achter bereits können. Die Lehrer vom Kulturhaus Rhein-Ruhr erteilen nach dem regulären Unterrichtsvormittag in den Räumen der AES Instrumentalstunden in Kleingruppen, vom Saxophon über Streichinstrumente wie Cello bis hin zu E-Gitarre und Schlagzeug. 

Cello! Deniz, Laurenz, Marian und Ben (v.l.) lauschen gespannt.
Cello! Deniz, Laurenz, Marian und Ben (v.l.) lauschen gespannt.

Der Preis von 24 € scheint erschwinglich und beinhaltet eine Stunde pro Woche sowie ein Leihinstrument für das Üben zu Hause. Überhaupt: Am Geld soll es nicht scheitern. Wer Mühe hat, die Kosten aufzubringen, kann sich vertrauensvoll an die Schulleiterin Ulrike Liebenau wenden. Der Förderverein hilft bestimmt.

Für viele Kinder war bereits an den Schnuppertagen eine spontane Entschei-dung für ihr Instrument gefallen. Die Eltern hatten natürlich auch noch ein Wörtchen mit zu reden. Ergebnis: Im kommenden Schuljahr erhalten nun über 35 AES-Schüler der fünften Stufe Instrumentalunterricht. Der musikalische Nachwuchs der zukünftigen Kulturhauptstadt wartet auf seinen Einsatz. 

Alles Blech? Ob Lena, Katharina und Marie Christin wohl einen Ton herausbekommen?
Alles Blech? Ob Lena, Katharina und Marie Christin wohl einen Ton herausbekommen?
An der richtigen Haltung feilen Deniz und Laurenz noch
An der richtigen Haltung feilen Deniz und Laurenz noch.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
26.10.2008