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Albert-Einstein-Realschule Essen-Rellinghausen

AES Realschüler gesucht!


Danielle Messner begrüßt die AES-Schüler

"Eine Tüte EVONIK, bitte - damit kommt man im Supermarkt nicht weit", schmunzelt Danielle Messner, Teamleiterin der Aus- und Weiterbil-dung bei EVONIK. Mit diesen Worten begrüßt sie am 1.2. fast 50 Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Realschule zu einem Schnupper-tag. Aufgeteilt in zwei Gruppen werden die 8. Klässler in einem Rundgang über spannende Ausbildungsberufe, wie Elektroniker, Industrie-mechaniker oder Chemikant informiert.


Chemie-Unterricht bei Chemie-Laboran-ten 

Tobias freut sich, dass die Notdusche nicht zum Einsatz kam

Mit dem Blick auf das große Werksgelände lernen die Jugendlichen erst einmal, welche Produkte hergestellt werden und erfahren auch, dass es für sie am Standort Essen gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz gibt. Die rund 100 Auszubildenden erhalten eine Übernahmegarantie und die Bewerbungen von Realschülern sind besonders gern gesehen. "Realschüler spielen bei EVONIK eine große Rolle. Wir suchen qualifizierten und motivierten Nachwuchs. Die Zahl der Studienabbrecher zeigt, dass das Studium oft eine Sackgasse ist, höhere Bildungsabschlüsse können auch während und nach der Ausbildungszeit erreicht werden." Damit verdeutlicht Danielle Messner, warum das Unternehmen viel Zeit darin investiert, fähige Auszubildende zu finden.

Der Grundstein dafür wird an diesem Orientierungstag gelegt, an welchem die Schüler unterschiedliche Ausbildungsbereiche kennen lernen, indem sie ein Produkt durch die Arbeitsbereiche begleiten. Das Chemielabor ist die erste Station und dort wartet Ausbilder Björn Eicke auf die Gruppe. Es brodelt in verschiedenen Reagenzien, daher müssen die Schüler erst einmal zu Schutzbrillen greifen. Eicke erklärt, welchen Schulabschluss man als Chemielaborant benötigt und produziert dann in einer kompliziert aussehenden Apparatur Calciumsulfat. Dieses dürfen die Jugendlichen dann zum Technikum mitnehmen. Drei Auszubildende stellen hier den Beruf des Chemikanten vor. Kai brennt dabei eine Frage auf der Seele: " Muss man denn das Periodensystem auswendig können?" Azubi Robert Simpkin kann Kai diese Sorge nicht nehmen, beruhigt ihn aber auch. Er erklärt, dass Kai schließlich 3,5 Jahre Zeit habe, es zu lernen. Die Schüler verfolgen den Weg ihres Calciumsulfat weiter, das dann schließlich in der Metallwerkstatt zu Gips-Pads gepresst wird.


Manon zeigt Muskeln beim Gips-Druck

"Vor allem Frauen haben gute Chancen, eine Ausbildungsstelle als Industriemecha-niker zu bekommen", macht Azubi Kubilay Teke den anwesenden Mädchen Mut. Manon zeigt dann auch prompt ihr Können an der Presse und präsentiert den fertigen Gips-Abdruck. Die 8.-Klässler stellen den Azubis, welche die verschiedenen Stationen vorbereitet haben, fleißig Fragen. Besonders beliebt sind die Fragen nach den Gehaltsmöglichkeiten und den erwarteten Schulabschlüssen. Aus erster Hand erfahren die Schüler, dass das Abitur nicht erforderlich ist und dass jedem nach der Ausbildung alle Möglichkeiten bis hin zum Studium offen stehen.


So funktioniert Technik: Azubi Kubilay erklärt das Innenleben einer Maschine

Zuletzt lernen die Schüler den Beruf des Elektronikers für Automatisierungstechnik kennen. Interessiert verfolgen die Jugendlichen, welche Anforderungen in den Prüfungen gestellt werden. Schalttafeln, Wechselkreise, Fräsen, Drehbänke und schließlich auch kleine Kunstwerke der Schlosser werden demonstriert. Nach eineinhalb Stunden Rundgang geht ein Schnuppertag mit vielen Eindrücken zu Ende. Bei der Verabschiedung erinnert Danielle Messner daran, dass die Albert-Einstein-Realschule eine Kooperation mit EVONIK hat. Daher dürfen einige interessierte Schüler zu einem Schnuppertag zurückkehren, an dem sie die gewünschte Arbeits-stelle einen Arbeitstag lang kennen lernen können. Sie freut sich über die gute Zusammenarbeit: "In diesem Jahr werden zwei Schüler der AES, welche besonders positiv bei dem Schnuppertag und dem Orientierungstag aufgefallen waren, bei EVONIK die Ausbildung beginnen!"

Melanie Kühn



Veröffentlicht am:
02.02.2018

 


URL: http://www.aes-essen.de/?section=news&cmd=details&newsid=836&printview=1
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