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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

RL Benehmen auf dem Stundenplan

"Alle für einen, einer für alle"


Ordentlich - diszipliniertes Schlangestehen an der Bistro-Theke.

Benimmtag an der AES. Einen Tag lang gut benehmen. Und die anderen 364 Tage im Jahr? Ceyda, Nike und ihre Mitschüler von der Benimm-AG sind der Meinung, dass dieser Tag nachwirkt und das Bewusstsein für ein höfliches Miteinander schaffen kann. So sehen es auch AG-Leiterin Anne Andersen und Schulleiterin Ulrike Liebenau, die diesen Tag fest im Jahresplan der Schule installiert haben.


Unbestechlich -   Catharin und Victoria kontrollieren den Zustand des Klassenraums der 6a.

Auffällig an diesem Tag: Es ist deutlich ruhiger als sonst, Rempeleien, Rücksichts-losigkeiten, Grobheiten oder lautes Kreischen finden heute nicht statt. Im Vorfeld hatte es Infoschreiben an alle Klassen gegeben. Das Motto "Alle für einen, einer für alle" sorgt für den notwendigen Nachdruck. Sollte nämlich ein einziger aus der Reihe tanzen, wäre damit die ganze Klasse aus dem Wettbewerb.


Vorbildlich - der komplette 9er-Jahrgang hat gewonnen.

Die AG hatte sich Gedanken gemacht, worauf es ankommt, wie man Benehmen bewertbar machen kann. Sie teilte Gelände und Gebäude in Zonen ein und überlegte: Was ist das Problem in diesem Bereich? Selbst entwickelte Plakate markierten dann neuralgische Punkte, verwiesen auf erwünschtes Verhalten sowie Sauberkeit im Klassenraum.


Höflich - Paula hält ihren Mitschülerinnen die Tür auf.

Der Tag begann mit einer Ansprache, es musste also jedem klar sein, dass es heute um die Wurst gehen würde. Die Wurst, in diesem Falle ein begehrter Gutschein für Hausaufgabenfrei, einlösbar über vier Wochen bei frei wählbarem Fach und Datum. Natürlich mussten die AG-Schüler selbst vorbildlich sein und so bekamen sie kurz vor ihrem Kontrollgang mit der Checkliste durch die Klassen noch einmal eingeschärft: "Anklopfen, um Entschuldigung wegen der Unterrichtsstörung bitten, Anliegen vortragen." Eine gute Übung auch für kommende Situationen im Berufsleben. Selbst in der Familie soll, wie man hört, gutes Benehmen durchaus erwünscht sein.


Glücklich - die Klassensprecher der Siegerklassen mit AG-Leiterin Anne Andersen (l.) und den Wertungsrichterinnen Nike und Ceyda (r.).

Die Beobachtungen in den Pausen hatten schon ein Bild ergeben. Auffälliges Wohlverhalten war registriert worden, nur einige wenige konnten Ausrutscher nicht vermeiden. Hier war dann klar: Das wird nichts mehr für die Klasse, die sind raus. Zusammen mit dem Klassenzustandsbericht entstand die Auswertung, die 11 Gewinner-Klassen ergab: 5a, 6a, 6c, 7c, 8a, 8b, 9a, 9b, 9c, 10b, 10c. Besondere Freude bei der Schulleitung, dass der komplette 9er Jahrgang sich geschlossen zu vorbildlichem Verhalten entschlossen und es auch durchgezogen hatte. Und so nahmen die Klassensprecher die begehrten Gutscheine für ihre Klassen in Empfang.

Text und Fotos: Michael Rausch



Veröffentlicht am:
24.04.2017