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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

KE Zupacken und zusammenrücken

Zeit zum Verarbeiten der Ereignisse blieben der Schulleiterin der Grundschule an der Ruhr in Kettwig, Tina Willaschek, kaum. "Das Ergebnis neuer Proben wurde uns Ende Januar mitgeteilt: Es lagen erhöhte Werte Tetrachlorethen im Schulgebäude vor. An erster Stelle stand daher ein möglichst guter Notfallplan, um die Gesundheit der Kinder sowie aller am Schulleben beteiligter Personen zu schützen", fasst Willaschek die Krisensituation zusammen.

In kürzester Zeit musste eine Ausweichmöglichkeit für über 280 Schülerinnen und Schüler gefunden werden. Das Gebäude am Mintarder Weg sollte erst genauer untersucht werden, bevor die Schule wieder die Pforten öffnen würde. 

Schnell wurde deutlich, dass die Kettwiger zusammenhalten. Die Schulleiterin der Albert-Einstein-Realschule, Ulrike Liebenau, suchte und fand Möglichkeiten, die Grundschüler in der Brederbachstraße unterzubringen. "Das Kollegium und auch die betroffenen Klassen fragten nicht, ob, sondern wann das Zusammenrücken statt-finden könnte", freut sich Liebenau über die Unterstützung ihrer Realschule.





Innerhalb von 24 Stunden zogen drei Klassen vom sogenannten Altbau in das Hauptgebäude und gaben damit bereitwillig ihre Klassenräume auf. Im Altbau ist die Unterstufe unter sich und hat dem Alter entsprechende Spiel- und Sportmöglichkeiten für die Pausen. Trotzdem waren die Kinder sofort einverstanden, ihr geliebtes Kletter-gerüst zu verlassen, um der Grundschule zu helfen. Ein frisch renovierter Raum, der eigens für das Soziale Lernen eingerichtet wurde, wird nun Drittklässler beherbergen.



Bei der Schulbegehung durch die beiden Schulleiterinnen war der Grundschulrektorin die Erleichterung anzusehen, als ein Tafelbild "Herzlich Willkommen" signalisierte. Die "großen" Realschüler meldeten sich fleißig, weil sie als Paten der Kleinen zur Verfügung stehen wollten und alle Beteiligten arbeiten fieberhaft daran, organisa-torische Hürden aus dem Weg zu räumen. Der Teufel steckt auch hier im Detail. Die Busse, das Mittagessen, die Pausenzeiten und viele Dinge mehr müssen geplant werden. Wichtig sind jetzt aber erst einmal Gelassenheit und der Wille, gemeinsam zuzupacken - dafür stehen die Zeichen gut in Kettwig! 

Melanie Kühn



Veröffentlicht am:
03.02.2017