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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

AES Der Spagat ist geglückt - I

Albert Einstein in Rellinghausen und Kettwig

Ich betreue Gäste an der Rezeption von TeraLava
So ein Zirkus! Ganz große kleine Artisten in der Zirkus-AG: Lena balanciert und Sophie assistiert

Seit hundert Tagen gibt es nun die Albert Einstein Realschule (AES) an zwei Standorten: in Rellinghausen und in Kettwig, Zeit für eine Bestandsaufnahme. Spätestens seit November 2015 war der Zusammenschluss der 12 Kilometer entfernten Schulen beschlossene Sache, zwei bisher eigenständige Realschulen würden zusammenwachsen müssen. Die Schulleitungen und zwei Lehrerkollegien trafen sich zu vorbereitenden Gesprächen, verbrachten mehrere pädagogische Tage miteinander und planten gemeinsam die zukünftige Arbeit mit einheitlichen Lehr- und Lernmitteln. Einzelne Lehrer wechselten den Stadtteil. Dann erfolgte der Start unter einer Flagge zum neuen Schuljahr. Dazu die Mutter einer Fünftklässlerin: "Wir sind sehr froh, dass dem Standort Kettwig eine Chance gegeben wurde."





Einradfahren mit Hilfestellung. Rahel, Johanna und Katharina kurz vor dem Start in die Manege der Zirkus-AG.

Wie weit sind die Schulen zum jetzigen Zeitpunkt schon zusammengewachsen? AES-Schulleiterin Ulrike Liebenau nennt wesentliche Bindeglieder, die von Anfang an greifen: "Wir haben ein gemeinsames Regelwerk, Hausordnung und Schulvertrag sind verbindlich festgeschrieben, unser Timer (eine Art Schüler-Terminkalender) dient als Kommunikationsmittel zwischen Elternhaus und Schule. Wir haben in Kettwig die pädagogische Über-Mittag-Betreuung eingeführt, bei der freiwillige AGs zur Wahl stehen, zum Beispiel Schach, Zirkus, Parkour, Tanz, Chor, oder Hausaufgaben-Betreuung durch Lehrer und Schüler." Die Rektorin möchte, dass sich die Kleinen in der Schule wohl- und aufgehoben fühlen. Bei den Größeren setzt sie auf die Identifikation mit der Schule. Sie sollen sich über Pflicht-AGs wie Medien-Scouts, Streitschlichter, Sanitäter oder Nachhilfe dem AES-Leitmotiv verpflichten: "Wir übernehmen Verantwortung für uns und andere."

Auch bei den Eltern kommt das Programm gut an: "Das Konzept der AES tut dem Standort Kettwig sehr gut. Gemeinsam lernen, gemeinsam Ziele erreichen - das ist für Schüler ebenso wertvoll wie für Eltern und Lehrer", glaubt die Mutter eines Achtklässlers. Eine andere erteilt ein "dickes Lob für die Schulleitung! Es ist für uns sehr erfreulich, wie viel vom Konzept der AES bereits in kürzester Zeit umgesetzt werden konnte."


Das dreiköpfige Schulleitungsteam rotiert. Ulrike Liebenau, Wolfgang Neuhaus und Martin Streibert (v. links).

Wie ist der Spagat zwischen zwei derart entfernten Stadtteilen zu schaffen? Ulrike Liebenau: "Das dreiköpfige Schulleitungsteam rotiert so, dass immer mindestens einer pro Standort mit verlässlichen Zeiten erreichbar ist." Dazu eine Elternstimme: "Toll, dass das Schulleitungsteam so oft in Kettwig Präsenz zeigt." Aber nicht nur die Schulleitung, auch einzelne Lehrer arbeiten tageweise an zwei verschiedenen Standorten. Es ist nicht ganz ohne, zwei derart entfernte Standorte zu vereinen, aber in der Wahrnehmung von Schülern und Eltern soll nach dem Wunsch der Pädagogen davon nichts zu spüren sein. Das AES-Team freut sich, am Samstag, 3. Dezember an beiden Standorten beim Tag der offenen Tür die zukünftigen Schüler mit ihren Eltern begrüßen zu können.

Die AES hat Wurzeln geschlagen im Stadtteil Kettwig. Ulrike Liebenau: "Unter dem Titel ‚Starker Stadtteil - starke Schulen' ist Gemeinsames mit dem THG geplant. Wir haben eine gute Zusammenarbeit, eine Wellenlänge. Erste gemeinsame Aktivitäten sind beim Stadtteilevent Klangspur zu erwarten." Die Schulleiterin lobt auch ihr Team: "Mein Dank gehört den Kollegen beider Standorte, die nicht nur großes Engagement zeigen, sondern auch Mobilität und Flexibilität an den Tag legen und Mehrarbeit und Mehrbelastungen wie Standortwechsel oder Pendeln auf sich nehmen." Die Mutter einer Zehntklässlerin freut sich über den "frischen Wind": "Unsere Tochter empfindet die Veränderungen ebenso wohltuend wie ich auch. Wir drücken der AES die Daumen und hoffen, dass das Konzept weiterhin so stimmig bleibt."

Melanie Kühn, Michael Rausch



Veröffentlicht am:
20.11.2016