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Preis für Flüchtlings-Doku

Wettbewerb "Politik brandaktuell"

Video der Projektarbeit als mp4-Datei (99 MB)

Ein paar Kreidestriche, ein Kreis mit Punkten, schon steht er da, der Flüchtling mit erhobenen Händen. Einfach, klar und plakativ bevölkern er und viele andere Kreide-Strichmännchen die grüne Schultafel. Sie machen anschaulich, wie's denn so läuft mit all den Menschen, die zu uns gekommen sind, um Schutz und Hilfe zu suchen. Mit vielen Einzelbildaufnahmen, Interviews und Reportagen hat die AG Politische Bildung eine sechsminütige Doku gedreht und zum Schülerwettbewerb eingereicht. Was die acht Schüler mit Lehrer Marcus Biesemann erhofften, wurde wahr: Die Bundeszentrale für politische Bildung würdigte den Beitrag mit 500 Euro und einer Berlinreise.



Der Film war bereits der dritte Anlauf, und irgendwie hat Thea es geahnt: "Diesmal musste es ein Preis werden, es war soo viel Arbeit." Lehrer Marcus Biesemann hebt "die Reife der Arbeit" hervor, die methodische und inhaltliche Klarheit, die sich auch in den selbst gesprochenen Texten spiegelt. Sogar verschiedene Zielgruppen wurden eingeplant. Die Strichmännchen-Sequenz zu Anfang sollte "ein Niveau erreichen, das auch für jüngere Altersgruppen verständlich ist". Die Sendung mit der Maus lässt grüßen.

Das technische Rüstzeug brachten einige schon mit, zum Teil musste der Umgang mit neuen Programmen erst erlernt werden. Aber auch der Teamgeist wuchs mit der Arbeit. Beim Recherchieren zu Standortfaktoren und Integration in Essener Unterkünften entstanden respektable neue Ideen: Fragenkatalog und Antworten der Interviews flossen in eine PowerPoint-Präsentation ein, die als Unterrichtsmaterial für den Politikunterricht anderer Klassen eingesetzt werden konnte.


Zu Gast in der Hauptstadt. Gastgeber Matthias Hauer empfängt die Essener AG in der der beeindruckenden Glaskuppel des Reichstagsgebäudes: (v.l.) Hannah Peters, Paula van Bonn, MdB Matthias Hauer, Thea Tubbental, Carolin Junker, Marcus Biesemann, Frederike Kummer, David Heinrichs, Annika Schlieper, Daniel Schütz und Lehrerin Barbara Reiche.

Sehr lobend äußerte sich auch der Essener CDU-Abgeordnete Matthias Hauer anlässlich des Berlin-Besuchs der Gruppe: "Solche Arbeiten tragen dazu bei, politisches Interesse zu wecken." Das ist bei den jungen Leuten der AES längst passiert. Ihr Anliegen ist Integration. Darunter verstehen sie, wie Thea es formuliert, Menschen von außerhalb "in die Gesellschaft einzugliedern. Alle Menschen gehören zusammen."


Schulleiterin Ulrike Liebenau übergibt die Urkunden der Bundeszentrale für politische Bildung.

Der Abspann der Doku läuft vor einem menschlichen Peacezeichen aus Schülern der gesamten Stufe zehn, das - ganz auf der Höhe der Technik - mit einer Drohne über dem Schulhof aufgenommen wurde. Bleibt die Frage, was tun mit dem Geld? Die AG hat beschlossen, die Summe zu achteln und aufzuteilen. So kann jeder über den Verwendungszweck selbst entscheiden.
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
26.04.2016