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Perfekt bedient und bespaßt

Fünfter AES-Varietéabend

Platz nehmen und sich bedienen und bespaßen lassen, das sind Tätigkeiten, die üblicherweise in einer Schule nicht gefordert und noch weniger gefördert werden. Doch an diesem Abend sind sie geradezu erwünscht. Es ist der fünfte Varieté-Abend, veranstaltet von Einsteins Magischer Circus AG und der Benimm AG der AES.


Fest eingeschlafen! Gehört sich das?


Fein gewebte Jonglage.

Ein Gläschen zum "Apéro" begleitet von einem Clown, der Popcorn verteilt und es dabei völlig unbeabsichtigt über einzelne Gäste verstreut, sorgt bereits im Vorfeld für Heiterkeit. Derweil schläft sein clowniger Berufskollege derart fest am Bühnenrand, dass er auch nicht wach wird, als man ihm Tisch und Stuhl entzieht. Entspannte Laune beim Publikum nicht zuletzt dank aufmerksamer Arbeit des einheitlich gekleideten Servicepersonals. Eltern, Verwandte, Gäste der Bezirksvertretung sowie des AES-Fördervereins, Lehrer und Schüler sind bestens eingestimmt für das Programm "Back To The Roots".


Kein Problem mit der Balance

Der Diabolo: Teuflisch verzwickt.

Und dann brennen die Akteure ein Feuerwerk der Unterhaltung ab, das seinesgleichen sucht. Einräder sausen einzeln und paarweise, vorwärts und rückwärts über die Bühne, Knoten verschwinden auf rätselhafte Weise. Bälle fliegen, man meint, mindestens drei Hände an einem Jongleur zu sehen. Diabolos und Devil' s Sticks sind im Einsatz, dazu Lichtblitze, passend zur Musik getaktet, während die Nebelmaschine geheimnisvolles Licht zaubert. Junge Akrobaten springen über gekreuzte Seile und ernten Sonderapplaus. Aus der Dunkelheit tauchen die Servicekräfte auf und servieren Kanapees und Käse-Igel.


Menschenpyramiden - jetzt nur nicht niesen.


Zwei Seile? Das nennt man Schikane.


Seilchenspringen in der Horizontalen.

Weiter geht's Schlag auf Schlag. Farbiges Licht malt magische Räume. Menschenpyramiden machen staunen. Plötzlich ein Schwenk, der Verfolger lenkt alle Blicke auf die Rückwand, wo maskierte Akrobatinnen Balanceakte auf der Slick Line vollführen. Lena lässt ihren Diabolo das Seil hinaufwandern und erntet dafür Zwischenapplaus. Und immer wieder zwischendurch die Clowns. Ihr Humor trifft den Nerv der Besucher, die die Pointen mit schallendem Gelächter quittieren. Und während im clownesken 5-Sterne-Restaurant die Torte todsicher in den Gesichtern landet, platziert die Benimm-AG ihre liebevoll zubereiteten Baguettes auf den Tischen, dort gehören sie hin.


Wo ist die Torte gelandet? Genau, da, wo sie hingehört.


Gut, dass er keinen "dicken Hals" hat, die Ringe müssen ja passen.


Vierfach gefiedertes Gleichgewicht auf dem Seil.

Eingespielte Bühnenhelfer agieren geschickt und schnell zwischen den Nummern, Licht- und Tontechniker geben alles, um die einzelnen Nummern perfekt zu umrahmen. Wie gut alles aufeinander abgestimmt ist, merkt man, als das Publikum beginnt, im Takt der Musik mitzuklatschen.


Seilakrobatik in Vollendung.


Verzauberter Moment.


Hervorragend: Der Service der Benimm-AG.


Lob und Dank den tollen Artisten.

Und dann das Cocktail d' Adieu. Burkhard Hildebrand, der die Circus-AG gemeinsam mit seiner Kollegin Barbara Reiche leitet, muss sich gegen Schluss des Programms einer bitteren Wahrheit stellen: Drei Zehner-Schüler, tragende Säulen des Programms, verlassen in Kürze die Schule und hinterlassen Lücken, die es zu füllen gilt. Die Verbrüderungsszene zwischen Artist und Zirkusdirektor am Schluss ist die logische Konsequenz aus jahrelanger enger und guter Zusammenarbeit und wird mit anhaltendem Applaus, Bravorufen und Standing Ovations belohnt. Das begeisterte Urteil von Schulleiterin Ulrike Liebenau: "Ihr seid von Jahr zu Jahr besser geworden!" Großes Lob auch für die perfekten Akteure der Benimm-AG, geleitet und unterstützt von Anne Anderson, Heike Euler und Doris Bonzel. Die zwei Freistunden am nächsten Morgen sind wohlverdient.
Text: Michael Rausch
Fotos: Tim Edeler



Veröffentlicht am:
05.06.2015