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Mit Krupp in Bulgarien

Dieses Jahr durfte ich an dem Auslands-Stipendium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung teilnehmen. Die Stiftung vergibt seit 1998 Auslands-Stipendien an Schüler. Früher beteiligten sich nur Europa-Schulen, dies hat sich jetzt jedoch geändert, was mir die Chance gegeben hat dort teilzunehmen. Die jüngeren Stipendiaten leben meist in Gastfamilien, es werden aber auch welche in Hotels untergebracht.  An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal für die schönen 4 Wochen und den Trainings bei der Stiftung und der Essener Wirtschaftsförderungs-gesellschaft bedanken.

Richtig losgegangen ist es dann am 23. März 2015, nämlich am Flughafen mit 6 weiteren Stipendiaten. Der erste Flug ging nach Wien (Österreich), von wo aus wir dann nach Sofia (Bulgarien) geflogen sind.

Als wir dann in Sofia angekommen sind, wurde ich direkt freudig von meinem Gastvater empfangen. Direkt nachdem wir sieben Stipendiaten uns verabschiedet haben sind mein Gastvater und ich nach Hause gefahren, wo ich dann auch den Rest der Familie kennen gelernt habe. Es waren 4 Personen in meiner Gastfamilie,  meine Gastmutter Diana, meinen Gastvater Konstantin, meinen großen, gleichnamigen Gastbruder Konstantin und meinen kleinen Gastbruder (10 Jahre) Toni.

Ich habe in einem kleinen Sprachcenter gearbeitet, wo 10 - 18 Jährige Schüler hauptsächlich nach Cambridge Niveau Englisch lernen. Auch Deutsch war eine Sprache, die dort gelehrt wurde, jedoch nur einmal in der Woche.

Während meiner ersten Woche wurden mir sofort ein paar Aufgaben übertragen.
Am ersten Tag habe ich ein kleines Büchlein erhalten, welches ich lesen sollte. Meine Aufgabe nach dem Lesen war das Buch zusammenzufassen. Da es nur ein kleines, ca. 80 Seiten langes Buch war, habe ich diese Aufgabe direkt an dem ersten Tag erledigt. Es handelte sich um das Buch The Call off The Wild. Am zweiten Tag sollte ich in zwei verschiedene Klassen gehen  und mir den Unterricht ansehen. Es war viel schwieriger als bei uns in Deutschland. Die Erwartungen an die Schüler sind dort sehr hoch. Damit das klappt beträgt die Klassenstärke dort nur ca. 8 Schüler pro Klasse. Die letzten zwei Tage der ersten Woche waren recht einfach. Ich sollte eine kleine Präsentation über mich und die Schulen in Deutschland erstellen und diese dann in drei verschiedenen Klassen vorstellen, damit die Schüler auch ein wenig über die deutschen Schulen und das deutsche Schulsystem lernen.

In der zweiten Woche kam dann eine weitere Stipendiatin, mit der ich eine Woche lang einen Deutschkurs leiten sollte. Wir haben von Montag bis Mittwoch alles vorbereitet, wie zum Beispiel ein kleines Plakat-Game, bei dem die Schüler würfeln konnten und dann Fragen oder Aufgaben, die auf den Feldern standen, erledigen oder beantworten sollten. Dieses haben wir dann auch direkt am Donnerstag gespielt, um uns ein wenig besser kennen zu lernen. Am Freitag sollten die Schüler dann eine Präsentation über die Unterschiede zwischen Deutschland und Bulgarien erarbeiten, speziell über Feiertage da in Deutschland dieses Wochenende Ostern war und in Bulgarien eine Woche später. Diese Präsentation hielten die Schüler dann am Montag. Dienstag haben wir dann verschiedene Spiele im Internet gespielt, bei denen  es um die Deutsche Sprache ging. Mittwoch war dann der letzte Tag an dem die Gruppe uns besucht hat, da ihnen die Internet-Spiele und das Plakat-Game so gut gefallen hatten, haben wir diese am letzten Tag nochmal gespielt.

Da in Bulgarien Ostern eine Woche später ist, hatten wir dann erstmal viele Feiertage. Von Donnerstag in der dritten Woche bis Montag in der Vierten hatten wir frei und sind zu Bekannten meiner Gastfamilie gefahren mit denen wir ein wenig Wandern gingen.

In der letzten Woche dann habe ich nur noch einmal richtig gearbeitet, ich sollte für die jüngeren Schüler ein Merkblatt erstellen, wie man richtig zusammenfasst. Nachdem ich damit fertig war, habe ich mich nochmal in 2 Klassen reingesetzt, um erneut einen Einblick in den Ablauf des Unterrichts  zu erhalten.

Die kompletten vier Wochen in dieser Schule waren sehr interessant, ich habe sehr viel gelernt und würde das jederzeit nochmal wiederholen.

Natürlich habe ich nicht nur gearbeitet, wir haben auch viele Museen besucht, uns ein paar bekannte Städte und Dörfer in Bulgarien angesehen, sind wandern gegangen und haben auch sonst sehr viel Spass bei vielen weiteren Besuchen, wie zum Beispiel bei den vielen Malls, gehabt.

Wenn ich jemals die Chance bekomme, nochmals bei so einem Abenteuer mit zu machen, werde ich sie definitiv annehmen!
Joshua Wolf, 9b



Veröffentlicht am:
20.05.2015