Unser Logo Unsere Schule Unser Hundertwasser-Flur Stadtwaldfest Skifreizeit in Mittenwald Jedem Kind sein Instrument Freiarbeit nach Montessori Fußballturnier
Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Mit Krupp in St. Johann

Anreise und Ankunft

Am 16.03.2015 begann für mich und drei weitere Mädchen das Abenteuer Auslands-praktikum. Wir haben uns alle um 8:30 Uhr am Hauptbahnhof in Essen getroffen, und um  9:17 Uhr fuhr unser Zug los. Alle waren aufgeregt und hatten ein komisches Gefühl im Bauch. Als wir endlich in Österreich angekommen waren, wurden wir in St. Johann in Tirol am Bahnhof abgeholt. Nun mussten wir uns trennen, zu Zweit wurden wir dann zu unserem Hotel gefahren.

Meine Mitstreiterin Alina und ich haben ein gemeinsames Doppelzimmer zugeteilt bekommen. Dieses war zwar klein, beinhaltete aber alles, was man benötigte. Vor allem der kleine Balkon mit der wunderschönen Aussicht auf die Berge hat mich begeistert. Für dieses Zimmer waren wir nun eigenverantwortlich zuständig, was Ordnung und Sauberkeit angeht. Außerdem mussten wir uns auch um unsere Wäsche eigenständig kümmern.

Nach dem Besichtigen des Hotels und Auspacken unserer Koffer gab es um 
20.00 Uhr Abendessen für die Mitarbeiter. Dort haben wir zum ersten Mal all unsere Arbeitskollegen kennengelernt. Alle waren sehr freundlich und höflich zu uns. Eine Mitarbeiterin hat uns gefragt, ob sie uns das Dorf ein bisschen  zeigen soll. Dieses Angebot haben wir natürlich  wahrgenommen. So haben wir auch einen ersten Eindruck von der kleinen Stadt St. Johann gewonnen. Mein Eindruck von St. Johann war gut, es war klein aber fein.



Hotelbeschreibung

Das Hotel St. Johanner Hof, in dem wir unser Praktikum absolvieren sollten, ist ein freundliches Familienhotel. Es ist eingebettet in den Kitzbühler Alpen in Tirol. Das Hotel ist mit dem Hotel Central und der Alpenvilla verbunden. Seit 2009 gehören sie der Kooperationsmarke ,,Familotel" an. Das Hotel bietet eine Saunaanlage mit Sanarium, Infrarotsauna, Dampfbad und Farblichtruheraum. Ebenso verfügt es über einen großen Kinderclub mit Spielplätzen und Spielzimmer inkl. Betreuung. Das Hotel hat insgesamt 140 Gästebetten. Diese sind komfortabel eingerichtet. Das Buffetrestaurant verfügt über 200 Sitzplätze. Dort werden die Gäste All Inklusive betreut, angefangen vom Sektfrühstück bis hin zum Buffetdinner.

Das Hotel bietet viele verschiedene Tätigkeitsbereiche an, darunter die Arbeit an der Rezeption, den Abendservice und Frühstücksservice, die Kinderbetreuung, Arbeit als Zimmermädchen und den Barservice. Diese Marke "Familotel" gibt es nur in Österreich. Es ist gut besucht, aber nicht nur von den Österreichern, sondern Menschen aus aller Welt sind dort zu Gast.

Tätigkeiten während des Praktikums

18.03.15: Unser erster richtiger Arbeitstag! Heute wurden wir nicht mehr geschont. Um 7.00 Uhr waren wir bereits auf den Beinen, denn für uns stand schon um 07.30 Uhr das Frühstück an der Buffetbar bereit. Viel Zeit blieb für das Frühstück nicht, denn um 8.00 Uhr kamen auch schon die ersten Gäste. Deren Frühstück holten sie sich selber, aber wir fragten, was sie gerne trinken würden. Kaffee, Tee und Kakao brachten wir den Gästen an den Tisch. Nachdem die Gäste den Frühstücksraum wieder verlassen hatten, begann für uns die eigentliche Arbeit. Alle Tische mussten von uns abgeräumt und abgewischt werden. Der Boden wurde gesaugt und ebenfalls gewischt, und anschließend haben wir noch das Besteck poliert. Bis 12.00 Uhr waren wir mit dieser Arbeit oftmals beschäftigt.

Nun war es an der Zeit, Pause zu machen. Während unserer fünfstündigen Pause haben wir das Dorf erkundet, Kleinigkeiten besorgt oder auch die Sauna des Hotels benutzt. Nach dem Vergnügen rief auch schon wieder die Arbeit. Abendessen stand auf dem Plan! Im Gegensatz zu heute Morgen mussten wir diesmal die Tische decken. Außerdem brachten wir den Gästen ihr Trinken, und wenn wir leere Teller gesehen haben, nahmen wir diese mit. Zudem polierten wir wieder das Besteck und räumten am Ende wieder die Tische leer und putzten diese. Auch den Boden haben wir wieder gefegt.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich: Getränke servieren, Tische abwaschen, Boden saugen bzw. fegen und Besteck polieren sowie abends die Tische eindecken und dann wieder abräumen. In den Pausen entspannten wir ein wenig und unterhielten uns über unseren Arbeitstag oder über den Aufenthalt hier.
Die letzten zwei Wochen verbrachte ich in der Kinderbetreuung. Diese Arbeit machte mir besonders viel Spaß. Dort übergaben die Eltern ihre Kinder in unsere Obhut, wenn sie etwas unternehmen wollte wie zum Beispiel Skifahren. Ich passte auf die Kleinen auf und spielte mit ihnen viele verschiedene Spiele. Um 12.00 Uhr gab es auch für die Kinder dann Mittagessen. Ich habe ihnen u. a. dabei geholfen, ihr Essen kleinzus-chneiden und ihnen Trinken gebracht.

Viel Freude hat mir die "Kinderbespaßung" während des Abendessens als Clown "Happy" gemacht. Dabei schlüpfte ich in ein Clownkostüm und drehte eine Runde im Speiseraum. Das hat nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern erfreut und ihnen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Des Weiteren hatte ich die Aufgabe, anhand einer Checkliste die Zimmer zu kontrol-lieren, u. a. nach Sauberkeit, Ordnung, Vorhandensein aller notwendigen Utensilien wie Föhn etc. Diese Arbeit machte mir weniger Spaß, da man keinen Kontakt mit den Gästen hatte. Weiter fielen ab und an Aufräumarbeiten des Hofes und des unmit-telbaren Hotelgeländes an.

Freizeitprogramm

Während unseres Aufenthaltes gingen wir in den Pausen oft durch die Stadt. Da uns Land und Leute interessierte, sprachen wir einige Bewohner des Ortes an und unterhielten uns mit ihnen. Sie waren alle wirklich sehr freundlich und hilfsbereit.

Des Öfteren haben wir uns auch einfach in ein Café gesetzt und dort eine Kleinigkeit gegessen oder getrunken. Außerdem sind wir in Geschäfte gegangen, die wir aus Deutschland kannten. Dort haben wir dann Mitbringsel für uns und unsere Freunde und Familie gekauft.

An einem Tag haben wir einen Ausflug nach Innsbruck gemacht. Dort  wir uns die Stadt und die Skischanze angeschaut. Der Eindruck von Innsbruck war für mich nicht so wie erwartet, da es sich um eine Stadt "wie jede andere" handelte.

Bei einer anderen Gelegenheit sind wir nach Kitzbühel gefahren und haben uns diesen bekannten Wintersportort angeschaut. Mein Eindruck war, dass es sich um einen wirklich schönen und kleinen Ort handelt, allerdings für uns Praktikanten unerschwinglich als Ferienort oder zum Shoppen, Ausgehen etc.

Während unserer Freizeit sind wir zusammen mit zwei Auszubildenden des Hotels nach Wörgl gefahren und waren dort im Kino. Wir waren im Film "Der Nanny". Dazu haben wir Popcorn und Nachos gegessen und hatten einen sehr schönen Tag gemeinsam mit den Azubis. So konnten wir uns näher kennenlernen und hatten dadurch auch weitere Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen.


 
Schlussbewertung

Ich fand mein Praktikum sehr interessant und aufschlussreich. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, trotz der vielen und oft auch anstrengenden Arbeit, und ich konnte neue Erfahrungen für das spätere Leben sammeln.

Aufgrund dessen, dass ich mich eigenständig um alle Belange kümmern musste wie das morgendliche pünktliche Aufstehen, Einhalten der Arbeitszeiten, Waschen und Bügeln der Arbeitskleidung, Säubern des Zimmers,  der Ausflüge usw., bin ich ein Stück selbständiger und verantwortungsbewusster geworden.

Durch dieses Praktikum habe ich  einen weiteren Beruf kennenlernen können und kann jetzt sicher sagen, dass dieser Beruf eher nichts für mich wäre, da ich mich mehr für andere Tätigkeiten interessiere.

Auch die Kollegen und generell die Menschen in Österreich waren sehr nett und haben mir bei Fragen und Problemen geholfen.

Außerdem konnte ich einen kleinen Teil des Landes kennenlernen, und das, was ich gesehen habe, hat mir wirklich gut gefallen.

Eine der schönsten Erfahrungen für mich war, dass ich neue Freundschaften geschlossen habe und den Kontakt nach wie vor pflege. Es bestehen bereits Pläne von gegenseitigen Besuchen, und ich hoffe, diese Kontakte aufrechterhalten zu können.

Chiara Hanke



Veröffentlicht am:
08.05.2015