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Mit Krupp in der Türkei

Auslandsstipendium in der Türkei

Blaue Moschee

Dieses Jahr habe ich ein vierwöchiges Auslandspraktikum in Kocaeli bei Oschatz in der Türkei absolviert. Jedes Jahr bietet die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung 50 Schülerinnen und Schülern aus Essen die Möglichkeit, sich vier Wochen im Ausland zu bewähren. Dieses Jahr hatte ich, Tobias Conrad, das Glück .

Am 23.März 2015 bin ich vom Düsseldorfer Flughafen nach Istanbul geflogen. Dort angekommen, hat mich ein Mitarbeiter der Firma Oschatz abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht. Diese hat mich wirklich sehr gut aufgenommen. Ich konnte mich nach kurzer Eingewöhnung wirklich wie zu Hause fühlen.

Sicherlich war es für mich von Vorteil, dass meine Gastmutter Deutsch gesprochen hat. Mit Englisch kam ich nicht wirklich zurecht, da fast alle nur türkisch gesprochen haben. Der Gastvater und der Sohn konnten auch kein Englisch sprechen, somit war ich gezwungen etwas türkisch zu lernen. Dem Sohn der Familie hab ich ein bisschen Deutsch beigebracht.

Auch in der Firma Oschatz bin  ich ganz toll aufgenommen worden.

Meine Arbeit begann um 8 Uhr und endete um 17:30 Uhr. Insgesamt gab es drei Pausen, eine Mittagspause von 30 Minuten und zwei Teepausen von jeweils 10 Minuten. Zur Arbeit sind wir immer mit einem Shuttlebus, genannt Service, gefahren, da die Firma ca. 20 Kilometer von unserem Wohnort entfernt war.

Nachdem ich am ersten Tag meine Arbeitskleidung bekam, habe ich eine Sicherheitsunterweisung erhalten, damit ich mich auch in der Fertigung aufhalten konnte. Eine meiner Tätigkeiten, die ich erlernte, war das Schweißen. Ich habe drei Schweißverfahren kennengelernt. Das Metall-Aktivgas-Schweißen (MAG), das Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG) und das Elektroden-Schweißen. Mit allen Verfahren habe ich mich in den ersten drei Wochen beschäftigt. In der letzten Woche habe ich in der Qualitätsstelle bei der Dokumentation mitgeholfen. Im Kesselbau, wie es die Firma Oschatz betreibt, ist die Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Werkstoffe sehr wichtig. Des Weiteren habe ich ein Ordnungssystem für die bei Oschatz verwendeten Normen und Regelwerke  erstellt.

An den Wochenenden waren wir in Istanbul  und  sind über die Brücke über den Bosporus gefahren und haben uns verschieden Sehenswürdigkeiten ( blaue Moschee und verschiedene Bauwerke) angesehen. Alles kann man an einem Tag leider nicht schaffen. Denn Istanbul war 90 km von meinem Wohn- und Arbeitsort entfernt.


Bosporus Brücke

Ansonsten waren wir mit meinen Arbeitskollegen zusammen frühstücken, waren Kart fahren und bowlen.

Die Menschen in der Türkei sind sehr gastfreundlich . 

Wenn ich nun an die Zeit in Kocaeli zurückdenke, kann ich nur Positives sagen. Ich bin über mich hinausgewachsen, selbstbewusster geworden und habe gelernt, wie man sich ein einem fremden Land auch ohne Vorkenntnisse zurechtfinden kann.
 
Ich könnte mir auch vorstellen später im Ausland zu arbeiten. Es ist gar nicht so schwer sich auf solch ein Abenteuer "Ausland" einzulassen.

Tobias Conrad, 9c



Veröffentlicht am:
08.05.2015