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Mit Krupp in San Felice

Seit 1998 vergibt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung jährlich 50 Schülerstipendien Betriebspraktika im Ausland an Schülerinnen und Schüler Essener Schulen. Ich war dieses Jahr eine der Stipendianten.

Im Rahmen dieses Auslandpraktikums hatte ich die Möglichkeit, vier Wochen im "Centro Ferie Salvatore" in San Felice, Italien, zu verbringen.



Das "Centro Ferie Salvatore" ist ein Familienbetrieb in San Felice, einer Gemeinde in der Provinz Latina in der italienischen Region Latium mit 9857 Einwohnern. Sie liegt 99 Kilometer südöstlich von Rom.

San Felice Circeo liegt am Monte Circeo, einem steil aus der Pontinischen Ebene aufragenden Kalkberg direkt am Tyrhenischen Meer. Er liegt im 1934 gegründeten Circeo-Nationalpark. Der Berg, der ursprünglich tatsächlich eine Insel war, wird nach der Überlieferung mit der Insel der Zauberin Circe gleichgesetzt.

Was viele nicht wissen ist, dass genau an der Küste von San Felice Circeo der einzige rollstuhlgerechte Strand Europas liegt. Hier ist es möglich, dass täglich bis zu 40 Personen vom Rollstuhl aus im Mittelmeer baden.

Das Ferienzentrum ist einmalig in Italien. Es ermöglicht Behinderten, einen ganz normalen Sommerurlaub am rollstuhlgerechten Strand zu verbringen.




Umgebung
Man muss nicht weit fahren, um interessante Ausflüge zu unternehmen. Schon im Umkreis von 50 km kann man die wunderbare  mediterrane Vegetation und altertümliche Orte entdecken.  Die Abtei von Monte Casino liegt etwa eine Autostunde von San Felice entfernt und auch nach Rom und Pompeij ist es nicht sehr weit.


Der Hafen, wo man herrliche Villen und Boote betrachten kann, ist schnell zu Fuß zu erreichen.  An einigen Stellen hat man einen herrlichen Ausblick auf die Bucht.

Arbeitsgebiete
Das Team des Das "Centro Ferie Salvatore" bestand aus 8 Personen, Jacqueline (ebenfalls Stipendiatin) und mir.
 
Mein Tag begann meist um 07:10 Uhr. In der ersten Woche hatten wir noch eine Reisegruppe aus Dänemark zu Gast. Ich war gemeinsam mit Mimosa dafür verantwortlich, dass das Frühstücksbuffet aufgebaut und die Tische eingedeckt wurden. Das Eindecken der Tische wurde sehr einfach gehalten. Besteck, Tasse und Serviette wurden auf jeden Platz gelegt. Erst wenn die Gäste fertig gefrühstückt hatten, wurde alles abgeräumt. In der Zwischenzeit haben wir alle gemeinsam mit der Familie gefrühstückt und den Tag besprochen. Anschließend habe ich die Tische abgeräumt und abgewischt, den Frühstücksraum gefegt und hatte dann eine kurze Pause, bevor ich den Tisch für uns alle wieder zum Mittagessen gedeckt habe.  Um 13:00 Uhr haben wir dann wieder alle gemeinsam mit der Familie gegessen und aufgeräumt. Den Rest des Tages hatte ich frei. Einmal durfte ich auch mit auf den Großmarkt zum Einkaufen.

Gelegentlich hatte ich auch Spätdienst, das hieß ich habe den anwesenden Gästen das Abendessen serviert, anschließend die Tische abgeräumt und alles sauber gemacht. Gegen 21:00 Uhr  hatte ich dann Feierabend.

Freizeit:
In der Woche vor Ostern hatten wir eine Schulklassen aus Deutschland zu Gast.
Zusätzlich hatte ich in dieser Zeit auch die Möglichkeit, tolle Ausflüge mit den Klassen zu machen.

Gemeinsam waren wir zwei Mal in Rom,  u.a. auch zu einer Papst-Audienz. Das war ein sehr beeindruckender Moment, da der Papst direkt an mir vorbeigefahren ist , in seinem Papamobil. Wir waren in vielen Kirchen, haben eine Stadtführung gemacht und viele Sehenswürdigkeiten besichtigt.

Außerdem waren wir in Monte Casino. Die Abtei Monte Casino ist das Mutterkloster der Benediktiner in der Provinz Frosinone in Italien Der Klosterkomplex liegt auf einem 516 m hohen felsigen Hügel im Stadtgebiet von Casino  zwischen Rom und Neapel.




In der dritten Woche war ich in Pompeij, Pompeji war eine antike Stadt in Kampanien, am Golf von Neapel gelegen, die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. untergegangen ist.

Über die Ostertage hatten wir keine Gäste im Haus, aber trotzdem vergingen die Feiertage recht schnell. Da die "Gastmutter" aus Deutschland kam wurden deutsche Traditionen  auch in Italien gepflegt. Wir haben zusammen Eier gefärbt, waren in der Kirche, hatten ein tolles Osterfrühstück und sogar Osterhasen auf dem Tisch.

An diesem Tag haben wir dann auch mit der Familie einen Ausflug nach San Felice gemacht. Unser erster Halt, war das Gipfelkreuz auf dem Berg von San Felice Circeo. Als wir oben angekommen waren, hatte man eine tolle Aussicht über den ganzen Ort. Anschließend sind alle zu dem nahegelegenem Leuchtturm gefahren, der direkt am Meer lag.

Dienstag nach Ostern kam dann wieder eine Klasse aus Deutschland und wir hatten wieder ein bisschen was zu tun. Ich war wiederrum meist im Frühdienst eingesetzt und hatte gegen 13:00 Uhr dann Feierabend. In unserer freien Zeit sind wir mit dem Fahrrad nach San Felice gefahren oder haben uns auf der Sonnenterrasse gesonnt.
Ein weiterer Höhepunkt war das "Grand Feste" der Abschlussabend der Schulklassen. Der Abend startete mit einem vielfältigen Buffet und anschließender traditioneller, italienischer Live-  Musik . Am späten Abend legte dann der DJ seine Musik auf und alle waren auf der Tanzfläche zu sehen. Gegen 24 Uhr endete die Veranstaltung.

Vier Wochen Italien, vier Wochen Sonne, Strand und Meer, vier Wochen Pizza und Pasta, vier Wochen Dolce Vita - Ich habe viele neue Eindrücke mitgenommen, es war in jedem Fall eine interessante Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass ich einiges Schaffen kann, wenn es auch nicht immer einfach ist. Ich habe gelernt, mich selbst zu organisieren und bin oftmals auch über meinen Schatten gesprungen. Ob und wie diese Zeit mich verändert hat, weiß ich noch nicht, das wird sich dann vielleicht in der Zukunft zeigen. Abschließend möchte ich mich bei allen Verantwortlichen für diese Zeit bedanken.
Laura Hartmann, 9c



Veröffentlicht am:
01.05.2015