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Wer den Mathelehrer schrumpft, gewinnt

Vorlesewettbewerb 2014

Kinder lesen Bücher. Eine Nachricht, die Kulturpessimisten in die Schranken weist. Manche tun es sogar laut und vor Publikum. Dann handelt es sich um einen Fall von besonderer Schwere: Den AES-Vorlesewettbewerb.

Die Traditionsveranstaltung für die Jahrgangsstufe 6 fand in anheimelnder Atmosphäre bei gedämpftem Licht in der Aula statt. Drei "Fanblöcke" lauschten gespannt, die Daumen fest gedrückt, schließlich wollte jede der 6er-Klassen den Sieger stellen. Beste Stimmung also, während Organisatorin Kerstin Walther kurz die Regeln erläuterte: eine Minute Buchvorstellung und drei Minuten lesen, dann Vortrag eines geübten Textes.





Die Geschichten haben es in sich, die Vorleser auch. Kadisha liest aus einer Geschichte über ein Mädchen, das in einen Kalender gehen kann. Mahan liest eine märchenhafte Geschichte über einen Jungen und einen Greif in einem türkischen Palast. Beide wirken vertraut mit ihren Texten, die 6a hat Chancen.





Niklas und Alessa treten für die 6b an. Die Nacht unter Wölfen gerät etwas ins Stocken, aber Alessa reißt es wieder heraus, klar und fehlerlos.



Leonie und Lena für die 6c überzeugen klar. Während die eine bei dem lustigen Thema des geschrumpften Mathelehrers die verschiedenen Rollen regelrecht spielt und die Lacher auf ihre Seite zieht, bringt das Thema der anderen einen hohen Kicherfaktor mit sich. Es geht um Mädchen, die kurz vor der Geschlechtsreife stehen und sich um Sorgen sorgen, die sie nie bekommen wollen. Das Publikum ist amüsiert.



Doch jetzt geht's um die Wurst. Kerstin Walther gibt den für die Vorleser fremden Text bekannt, eine schräge Geschichte von den Herdmann-Kindern, die rauchen, klauen und sich auch sonst unmöglich benehmen. Kadisha geht auf Sicherheit. Sie liest sehr langsam, aber gut, Mahan gerät ins Stocken. Niklas wirkt nervös, ein paar schwierige Wörter, der Fluss ist dahin. Alessa versucht ihre Sätze zu gestalten und sinngebend zu betonen, und es gelingt. Lena kommt glatt durch und Leonie umschifft scheinbar mühelos und elegant ein paar schwierige Sprachklippen. Sie wird die Siegerin des Wettbewerbs und nimmt für ihre Klasse 6c den Pokal entgegen.


Die Wettbewerber mit der Jury aus Deutschlehrerin Kerstin Walther, Schulleiterin Ulrike Liebenau, Schülersprecher Pascal Reinold und Vorjahressieger Elias Heinen, 7b (v.l.)

"Die Entscheidung war für die Jury klar und eindeutig", resümierte Kerstin Walther. Schulleiterin Ulrike Liebenau hob hervor, dass es schon etwas Besonderes sei und Mut erfordere, vor so vielen Mitschülern auf die Bühne zu gehen. Fest steht: Alle sechs Vorleser haben eine tolle Leistung erbracht, gemäß dem Motto "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil".
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
06.01.2015