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Mit Krupp in Bulgarien

Mein Auslandspraktikum in Bulgarien



In der Zeit vom 07.04. bis zum 02.05.2014 absolvierte ich das Alfried Krupp-Schüler-stipendium für Betriebspraktika im Ausland in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens. Vor der Reise schlossen die anderen 49 Stipendiaten und ich einen Business Englisch Kurs und einen Knigge Kurs ab, um uns auf die Gegebenheiten vor Ort vorzubereiten. Am 07.April war es dann soweit, um 8 Uhr ging es zum Flughafen nach Düsseldorf um mit den sieben anderen Stipendiaten nach Berlin und anschließend nach Sofia zu fliegen. In den vier Wochen, die ich im Ausland verbrachte, lebte ich in einer Gastfamilie, der auch das Unternehmen gehört, in dem ich arbeitete. Meine Gastfamilie besteht aus den Gasteltern, einem Sohn und einer Tochter.



Ich arbeitete bei GUS Ltd. einer bulgarischen Firma, die medizinische Geräte und Utensilien aus Deutschland, England, Schweden und vielen anderen Ländern importiert und dann unter anderem an Krankenhäuser in ganz Bulgarien verkauft. Ich beschäftigte mich meist mit der Gestaltung der Website, meine Aufgabe war es Fotos von Motiven, wie den Katalogen, Waren und Zertifikaten der Firma zu machen oder online zu suchen und sie für die Website des Unternehmens anzupassen. Außerdem befasste ich mich mit den Bestandslisten, die ich im Lagerhaus überprüfen sollte.

Die erste Woche war noch etwas holprig, doch ich lebte mich relativ schnell ein und konnte mit der Familie einige Ausflüge in ganz Sofia machen, dadurch lernte ich sogar ein wenig Bulgarisch und habe viel über die Geschichte des Landes erfahren.

Die Verständigung klappte einwandfrei, da die ganze Familie Englisch sprach und der Sohn sogar deutsch, so vereinbarten wir, dass er mit mir Deutsch sprach, um sich darin zu verbessern und ich mit ihm Englisch.



Gemeinsam mit der Tochter und dem Sohn der Familie machte ich Ausflüge in die Berge und zu einigen berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Kloster in Rila und der  Alexander-Nevsky Kirche. So konnte ich mir ein Bild der Vergangenheit von Bulgarien machen und lernte einiges über die Kultur kennen.



Allerdings lernte ich auch eine eher dunkle Seite Bulgariens kennen, denn man sieht vor allem in Sofia, dass die Grenze zwischen arm und reich ziemlich extrem ist. Egal wo man hinfährt, es gibt entweder wohlhabende Menschen oder ziemlich arme Menschen. Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt.



Besonders fasziniert hat mich, wie gut ich klar gekommen bin, ohne die Landes-sprache zu sprechen. Natürlich war ich nicht alleine unterwegs, da es teilweise wirklich gefährlich ist alleine herauszugehen, da es in Sofia bissige Straßenhunde gibt und die Möglichkeit besteht von diesen angegriffen zu werden. Am Ende der vier Wochen beherrschte ich einige Worte Bulgarisch und mein Englisch hat sich zusehends verbessert. Außerdem wurde ich selbstständiger und habe mein Verständnis für andere Meinungen und Kulturen weiter ausgebildet. Zudem habe ich bei meiner Arbeit im Büro einige nützliche Dinge über die Benutzung des hauseigenen Systems erfahren und kann diese möglicherweise auf andere Betriebssysteme übertragen. Zusätzlich habe ich auch meine Fotografie Kenntnisse erweitern können, da ich mit meiner Kamera die Bilder machen musste, die ich anschließend nach den Wünschen der Firmeninhaber gestalten beziehungsweise bearbeiten musste.

Mir haben die vier Wochen sehr gut gefallen und mir fehlt meine Gastfamilie bereits, wir haben immer noch Kontakt und ich freue mich auf ein Wiedersehen. Ich kann die Teilnahme an dem Stipendium nur weiterempfehlen. Die Arbeit lohnt sich sehr, da man im Anschluss eine Menge neuer Erfahrungen gemacht hat.

Mara Gosdzik



Veröffentlicht am:
13.05.2014