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Wie man 13 wird und überlebt

AES-Vorlesewettbewerb mit neuen Regeln

Das Lesepult war vorweihnachtlich geschmückt, das Licht gedämpft, es fehlte nur noch der typische Duft des Advent, ein Mix aus Zimt, ein bisschen Lebkuchen, Tannenzweigen und Kerzenwachs. Der AES-Vorlesewettbewerb war aber auch so eine Wucht, dafür sorgten die sechs Vorleser der Jahrgangsstufe 6 und ihre "Fanblocks". Die Stimmung hätte besser nicht sein können. Organisatorin Kerstin Walther stellte die Neuerungen der Traditionsveranstaltung vor: Nur noch eine Jahrgangsstufe, eine Minute Buchvorstellung und drei Minuten lesen, ein Fremdtext, den es zu lesen galt und nur noch ein Gewinner, keine Rangfolge mehr.


Matilda


Marie-Luise

Matilda machte den Anfang. Überzeugend las sie aus der Geschichte von Marcus, der gerade 13 geworden ist und feststellen muss, dass er ein Halbvampir ist. Natürlich wird ihm von der Knoblauchpizza sterbenselend und ihm scheint, als müsse er ums Überleben kämpfen. Matilda brauchte nicht zu kämpfen, sie las souverän, ebenso wie ihre Klassenkameradin Marie-Luise, die aus Gregs Tagebuch eine gewohnt schräge Geschichte zum Besten gab. Alle drei Klassen spendeten fairen Applaus.


Shari

Shari aus der 6b setzte das Programm fort mit der kleinen Hexe, die mit ihrem Freund, dem Raben Abraxas, in der Walpurgisnacht auf dem Brocken im Harz tanzt. Dann kam Elias. Er las seine Geschichte über den 11. September so einfühlsam, dass Gänsehaut garantiert war. Ganz still wurde die Aula während seines Vortrags.


Der Sieger: Elias

Die 6c hatte Selina und Fabian entsandt. Selina las von Mädchenabenteuern mit Fledermäusen auf dem Pferdehof und Fabian ließ den Fels der Dämonen der drei Fragezeichen mit verstellten Stimmen lebendig werden. So weit, so gut. Alle hatten sich wacker geschlagen. Aber nun standen alle sechs vor der Hürde des unbekannten Textes. Kerstin Walther hatte eine Geschichte vom Sams ausgesucht, dem kleinen Fabelwesen, das bei Herrn Taschenbier lebt und sich ein Vergnügen daraus macht; die Vermieterin Frau Rotkohl zu ärgern.


Salina


Fabian

Matilda machte ihre Sache prima, spontan begann sie an der richtigen Stelle ein Schlaflied zu singen und führte ein quicklebendiges Sams vor. Marie-Luise legte mit kräftiger Stimme noch eins drauf und las nahezu fehlerfrei. Sharis Aufregung war zu hören, sie wurde immer schneller und verhaspelte sich. Elias wirkte sehr souverän und las sich gekonnt durch den Text. Selina und Fabian waren spürbar aufgeregt, gerieten ins Schwimmen, fingen sich aber wieder.


Eine großartige Leistung der Vorleser, die sich hier zusammen mit der Jury präsentieren.

"Wer die Wahl hat, hat die Qual", resümierte Kerstin Walther zum Schluss. "Wir werden es nicht leicht haben." Sie meinte die Jury mit ihr selbst, aus Schulleiterin Ulrike Liebenau und den Schülern Julian Schickhaus und Linda Fiene. Sie trafen eine gut nachvollziehbare Entscheidung. And the winner is: Elias Heinen aus der 6b. Er erhielt zu den Sachpreisen den Siegerpokal. Fest steht: Alle sechs Vorleser haben eine tolle Leistung erbracht. Sie haben die besten Voraussetzungen, 13 zu werden und das auch noch zu überleben.
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
12.12.2013