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Kartoffeln verkaufen und Haare waschen

5300 Euro für Waisenhaus in Ghana

Eine Königsschärpe ziert den Klassenraum. Nicht, dass bei uns plötzlich das Königtum wieder eingeführt wäre. Trotzdem wissen unsere Schüler das textile Zeichen der Würde sehr zu schätzen, denn es ist ein Zeichen des Dankes von Freunden. Im ghanaischen Klikor-Agbozume steht ein Waisenhaus, das wir regelmäßig unterstützen. Einen Tag lang haben die AES-Schüler dafür gearbeitet, jeder auf seine Weise. Gemeinsam brachten sie so an diesem "Tag für Afrika" die stolze Summe von 5300,92 Euro zusammen.

Alle Schüler waren mit einem offiziellen Schreiben ihrer Schule unterwegs. Einen Tag lang sollten sie Geld für den guten Zweck auftreiben, immer mit ehrlicher Arbeit, versteht sich. Der Phantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt außer den gesetzlichen. Drei Klassen waren besonders erfolgreich, sie erzielten allein fast die Hälfte der Gesamtsumme. Spitzenreiter: die 8a mit 1074,35€. Auf den zweiten Platz kam die 7b mit 837,40€. Den dritten Platz erreichte die 6a mit 785. Aber natürlich ist der Tag für Afrika kein Wettbewerb, jede erarbeitete Summe ist wertvoll und willkommen.

Womit kann man an einem Tag so viel Geld verdienen? Die Aktivitäten waren so unterschiedlich wie die Schüler selbst. Lehrer Stefan Knappmann, der den "Tag der Arbeit" koordinierte, weiß von Babysitting, ausgemisteten Reitställen, Verkauf von Waffeln und Kuchen, geputzten Autoscheiben, Kellnern, Haarewaschen beim Friseur, Hilfe in der Arztpraxis oder Unkraut jäten. Luca verkaufte auf dem Wochenmarkt Kartoffeln und Eier, Benjamin führte Hunde aus und Erem hat für ältere Menschen in der Nachbarschaft Einkäufe erledigt. Miriam erzählt, wie sie mit drei Freundinnen Werbung für ein Frauen-Fitnessstudio gemacht hat, während Jasmin in der Apotheke sämtliche anfallenden Arbeiten erledigte. Maurice arbeitete beim Onkel in der Pizzeria mit und Louis verdingte sich als Junior-Hotelchef und machte auch die Betten selber.

Durch die unsere Unterstützung wurden bereits ein Anbau, Landkauf und die Anlage einer Mangoplantage möglich. Gut angelegtes Geld mit einem ganz besonderen Zins: Eine Zukunft für die ghanaischen Kinder. Darauf können unsere Schüler stolz sein. Aus Afrika erreichen uns dafür überschwängliche Briefe mit selbst gestickten Lesezeichen und der Königsschärpe als sichtbare Zeichen ihrer Dankbarkeit.



Die stolzen Klassensprecher mit den Urkunden, die sie stellvertretend für ihre Klassen entgegennahmen: (von links) Julian und Celine, 6a, Alicia und Yannick, 7b, und Paula van Bonn, 8a.
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
24.11.2013