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Spaghetti essen als Praxistest

Benimm-Unterricht im Blücherturm


Ein bisschen Beklemmung - werden wir alles richtig machen?

Benehmen Glückssache? Nicht bei der AES! Hier kann man es lernen. Siebzehn Schüler der Benimm-AG stellten jetzt ihr Können unter Beweis und kehrten bei der Gastronomin Barbara Wunderlich zum Praxistest ein. Statt Reinhauen wie Blücher waren dezentes Benehmen und tadelloses Hantieren mit Besteck und Geschirr gefragt.


Ahmedina übergibt der Gastronomin Barbara Wunderlich die Blumen.

Zusammen mit ihrer Lehrerin Dorothee Pütz begannen die Jugendlichen den Nachmittag formvollendet mit Blumenstrauß und Dankeskarte. Gastgeberin Barbara Wunderlich und ihr Ehemann Martin, zuständig für die Küche, empfingen die Knigge-Jünger und wiesen sie ein. Denn vor dem Essen wartete Arbeit auf sie: Tische decken, Servietten und Besteck platzieren, Gläser an die richtige Stelle rücken - das wollte alles gut überlegt sein.


Alles ein bisschen nett - Helena, Sina und Jasmin beim Servietten falten.


Das Besteck muss noch auf die Tische.


Lars deckt die Gläser ein.

Nun wartete die nächste Herausforderung. Bestellungen aufnehmen, servieren und - essen. Die Speisekarte verhieß Spaghetti Bolognese, und die sind, technisch gesehen, für viele noch ein echter Härtefall. Wann darf ich mit dem Essen beginnen? Prostet man sich heutzutage zu? Wie vermeide ich das Kleckern? Wie gelingt es mir, nicht zu viele Spaghetti auf die Gabel zu wickeln und diese anschließend unfallfrei in den Mund zu befördern? Bei dieser ganzen Prozedur soll auch noch die Arm- und Körperhaltung stimmen? Geht wirklich die Gabel zum Mund und nicht der Mund zur Gabel? Von welcher Seite schenke ich die Getränke nach? Und dazu auch noch entspannt Konversation in angemessener Lautstärke machen!


Christa kümmert sich ums Geschirr.


Sophie nimmt die Bestellungen auf.

Die Regeln des Freiherrn von Knigge, die er schon 1788 aufs Papier brachte, sind gegen allen Anschein alles andere als spaßbremsende Normen, die einem das Leben schwer machen. Ganz im Gegenteil sollen des Freiherrn Vorschläge helfen, dem Miteinander die Reibungsflächen zu nehmen. Gegenseitiger Respekt und höflicher Umgang, das wissen die Schüler, erleichtern heute wie damals das Fortkommen, denn wer will schon dauernd in Fettnäpfchen treten. Unter den kritischen Blicken von Chefin Barbara Wunderlich und der Lehrerin umschiffte die AG die Benimm-Klippen jedoch mit Bravour. Praxistest bestanden!


Merve serviert Frau Pütz und ihren Mitschülern die Getränke.


Und jetzt die Spaghetti unfallfrei auf die Teller.


Auch das Abräumen gehört dazu, Merve weiß bescheid.

Nach dem Essen räumte die AG wie geschmiert die Tische ab und Gastwirtin Wunderlich, die auch Berufsschüler unterrichtet, plauderte ein bisschen aus dem Besteckkästchen. Sie berichtete von "Pech und Pannen" in ihrem Restaurant und lobte den "Feinschliff" der AES-AG: "Die jungen Leute wirken, als wären sie nie anders." Die nächste Einladung steht bereits fest. Ein unschätzbarer Wert für unsere Schule, ein solches Angebot gleich um die Ecke in Rellinghausen zu finden. Danke!

Bilder: Robin Solbach   
Text: Dorothea Bonzel / Michael Rausch




Veröffentlicht am:
26.05.2013