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Auslandsstipendium in Bulgarien

In der Zeit vom 18. März bis zum 12. April 2013 habe ich, Lina Röben, in Sofia, Bulgarien, ein Auslandspraktikum absolviert. Ermöglicht wurde dieser Aufenthalt durch ein Stipendium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung und durch die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.

Insgesamt reisten wir mit acht Stipendiaten verschiedener Essener Schulen nach Bulgarien. Nach der Verabschiedung von unseren Eltern waren alle Schüler sehr aufgeregt, denn die nächsten vier Wochen mussten wir alleine klarkommen und keiner wusste, was uns in dem fremden Land erwartet.

Beim Umsteigen in Wien wurde unsere Eigeninitiative schon das erste Mal gefordert, denn durch eine Bombendrohung verspätete sich der Anschlussflug um vier Stunden. Da uns niemand vom Bodenpersonal detaillierte Auskünfte über den Weiterflug geben konnte, wurden wir durch die lange Wartezeit doch etwas nervös.

Um Mitternacht kamen wir endlich in Sofia an und nach einem kurzen Kennenlernen der Gastfamilie, fuhr jeder Stipendiat nun in sein vorübergehendes Heim. Meine Familie war sehr freundlich. Die Verständigung mit der Gastmutter gestaltete sich etwas schwierig, da sie kein Englisch sprach.

Während des Praktikums arbeitete ich bei einem Hörgeräteakustiker, der gleichzeitig auch mein Gastvater war. Ich sortierte den Schriftverkehr und die Ersatzteile. Ab und zu suchte ich per Internetrecherchen  nach Neuigkeiten auf dem Markt der Hörgeräte. Die Betreuung von Kunden war leider nicht möglich, da diese nur bulgarisch sprachen.

In das Alltagsleben meiner Gastfamilie konnte ich mich schnell eingliedern. Nach einigen Tagen schaffte ich es auch, Kontakt zu anderen Gastfamilien aufzubauen. So ergab sich die Möglichkeit andere Stipendiaten zu treffen. Im Wechsel nahmen die Gastfamilien deutsche Schüler mit auf zahlreiche Ausflüge zu den Sehens-würdigkeiten in und rund um Sofia.


Ebenfalls gewöhnte ich mich zügig an die örtlichen Gegebenheiten, wie nicht asphaltierte Straßen, langanhaltende Stromausfälle und aus meiner Sicht, die ärmlichen Wohnverhältnisse.

Ungewohnt war die Tatsache, dass ich das Haus nicht ohne Begleitung verlassen durfte. Dafür gab es mehrere Gründe, einerseits bestand die Gefahr durch streunende, bissige Hunde verletzt zu werden, andererseits sollte ich nicht in immer noch auftretende politische Unruhen verwickelt werden. Vielleicht spielte auch die kyrillische Schrift eine Rolle, die ich nicht lesen konnte.


Dieses Praktikum hat besonders mein Selbstbewusstsein gestärkt und die alltägliche Kommunikation in der englischen Sprache war eine große Herausforderung.
Zusammenfassend hatte ich viele eindrucksvolle positive Erlebnisse in Bulgarien.

Lina Röben, 9 c



Veröffentlicht am:
02.05.2013