Unser Logo Unsere Schule Unser Hundertwasser-Flur Stadtwaldfest Skifreizeit in Mittenwald Jedem Kind sein Instrument Freiarbeit nach Montessori Fußballturnier
Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Glanz und Grauen

10er Kunstkurs im Ratinger Industriemuseum

An einem sehr kalten Dienstag fuhr unser Kunstkurs der Jahrgangsstufe 10 zu der Ausstellung "Glanz und Grauen, Mode im dritten Reich" in Ratingen, passend zu unserem aktuellen Thema Modedesign.

Nach einiger Verspätung der Bahn und zwanzig weiteren Minuten in der Kälte kamen wir endlich im Museum an.


Bei gutem Wetter ein herrliches Fleckchen Erde, die Cromford-Villa mit Park und Allee. Bei diesem Wetter muss man sich die Sonne dazu denken.

Gespannt auf das, was uns dort erwartet, erreichten wir das Museum, schlossen noch schnell unsere Jacken und Taschen ein und los ging es. Eine nette Dame führte uns durch das Museum.

Schon im ersten Raum sahen wir viele schöne Frauenkleider aus wunderschönen Stoffen und fantastischen Farben. Auffällig war dabei, dass die meisten Kleider aus den 20er Jahren aus sehr transparenten Stoffen waren, dazu erklärte uns die Museumsdame auch direkt, dass sich dieser Modestil "Vom Winde verweht" nannte. Der neue "Schrägschnitt" sorgte für mehr Eleganz.

Ein kleiner Rundgang durch die Entwürfe der bekannten Modezeichnerin Ilse Naumann folgte, und gleich darauf ging es auch schon weiter in das nächste Gebäude, wo uns das weniger schöne Thema der Modegeschichte begegnete, die Mode der Nazi-Zeit. In diesem Raum konnten wir die Originaluniformen von SS, SA und Wehrmacht sehen und auch die Kostüme der Frauen, die den Uniformen der Männer sehr ähnelten.


Leider durfte wegen der vielen Nazi-Symbole im Museum nicht fotografiert werden. Nur im Treppenhaus konnten wir unter dem Plakat zur Ausstellung posieren.

Damals musste mit der Alltagskleidung sehr sorgsam umgegangen werden, weil die Stoffe nur schwer erhältlich waren. Schürzen schützten die wertvolle Kleidung vor Flecken und anderen Verschmutzungen, da auch das Wasser knapp war. Eine Zeit voller Entbehrungen.

Der Museumsbesuch war sehr interessant aber auch bedrückend zugleich. Trotzdem hat es sich wirklich gelohnt die Ausstellung gesehen zu haben.
Isabell Kurowski



Veröffentlicht am:
14.03.2013