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"Im positiven Sinne neben der Spur"

Projektwoche "Jugend denkt Zukunft"


Frische Luft schnappen auf der Rüttenscheider Straße bevor es los geht.


Nicht wieder zu erkennen im Business Outfit.

"Boh, das ist hier aber alles High Tech!" Die Schüler der 10d sind beeindruckt, als sie die durchsichtige Welt der Stadtwerke Essen AG zum ersten Mal betreten. Kaskaden aus Metallschalen, grün bewachsene Lichthöfe, alle Wände aus Glas, überall Konfe-renzräume, die man aus jeder Richtung einsehen kann, ausgestattet mit modernster Kommunikationstechnik. Und das Schöne ist: Eine komplette Woche lang werden sie in dieser Umgebung arbeiten. Dabei ist Innovation ihr Thema. Zustande kommt die Projektwoche "Jugend denkt Zukunft" durch Vermittlung der IFOK GmbH, gefördert wird die Woche von der Bundesagentur für Arbeit.


Lärm der Zukunft. Keine Energie verpufft ungenutzt.


Komplizierte Materie anschaulich erklärt.

Am Tag Fünf dieser Woche (Wo ist eigentlich die Zeit geblieben?) sind die Jugendlichen nicht wieder zu erkennen. Gekleidet nach Business Dresscode präsentieren sie den heutigen Gästen Ergebnisse ihrer Arbeit. Die Szenerie heißt "Zukunftsmesse 2030". Sie haben sich ins Zeug gelegt und Konzepte für eine Biogas-Versorgung der Stadt entwickelt, ein Pumpspeicherwerk, das Reload-Bike ausgetüftelt und überlegt, wie man Lärm in nutzbare Energie umwandeln kann. Ein hauseigener Ingenieur ist begeistert. Er bescheinigt ihnen "gnadenlos ausgefuchste Ideen" und dass sie "im positiven Sinne neben der Spur" seien. So ein Kompliment hört man gern und die Eltern, Unterneh-mensvertreter, Vertreter der Arbeitsagentur, Lehrer und Schulleiterin müssen uneinge-schränkt zustimmen. Klassenlehrer Markus Biesemann fasst es so zusammen: "Ich hatte Neugier, Fleiß, Respekt und große Energie bei euch vermutet und finde alles davon bestätigt. Nehmt von dem Schwung etwas mit in die Schule hinein."


Sonnen- und Windenergie, die erneuerbare Energie der Zukunft.


Auch das Drumherum stimmte.

Die Präsentation zeigt in Plan- und Rollenspielen, wie gut sich die jungen Leute auf dem Kurztrip in die Arbeitswelt zurechtgefunden haben. Philipp spricht wohl für alle, wenn er sagt, dass seine Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen worden sind. Annika präzisiert, sie schätzt besonders die positive Verstärkung, die ihr in den Arbeitsgruppen zuteil wurde. Manche staunen über sich selbst, "dass ich mich überwunden habe und mich jetzt so präsentieren kann". Andere sind begeistert über die gut funktionierende Gruppenarbeit. Sie haben nicht nur die Zukunft der Energieversorgung, sondern wohl auch sich selbst neu erfunden und unbekannte Seiten entdeckt.


Natürlich wird auch aufgeräumt.


"Willst Du es wissen"? Natürlich wollen sie!

Und auch das ist Teil des Gesamtkonzepts: Während Schüler mit ungewohnten Aufgabenstellungen und im Gespräch mit Auszubildenden sich selbst und den Arbeitgeber entdecken, sehen die Stadtwerke genau hin, wer sich wie präsentiert. Während die Teilnehmer der Projektgruppe das Unternehmen und seine Berufsbilder kennenlernen und beschreiben, wie sie sich ihren Arbeitgeber der Zukunft vorstellen, kann das Unternehmen schon Kontakt knüpfen zu besonders geeignet erscheinenden Kandidaten. Bei Sympathie spätere Heirat nicht ausgeschlossen! Ein erster Ausbil-dungsvertrag ist in dieser Woche bereits unterzeichnet worden.


Stolz und ein bisschen traurig - die Abschlussbesprechung.


Ein gutes Team, die 10d.

Das ist symptomatisch für die gesamte Projektwoche. Beide Seiten sind des Lobes voll füreinander. Arbeitgeber und Organisator bescheinigen den jungen Akteuren besondere Begeisterung, Engagement und gute Erfolge in der persönlichen Weiterentwicklung. Dagegen haben sie selbst einen Arbeitgeber kennen gelernt, der sich um die guten Mitarbeiter von morgen bereits im Vorfeld bemüht. Selbst das "Drumherum" schnitt bestens ab, die persönliche Betreuung so wie die Verpflegung. Robert bringt es auf den Punkt: "Ich bin jeden Morgen gerne hier her gekommen."

Michael Rausch



Veröffentlicht am:
01.11.2012