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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Mogeln impossible am Pilgrimsteig

Einstein rennt für Einstein


Brav anstellen, alle bekommen ihren Stempel.

Da waren Karl der Käfer und Edwin Eichhorn aber von den Socken: Der sonst so stille Rellinghauser Waldwanderweg A1, wo sonst nur Grün und Gruga walten und ein paar versprengte Hundehalter Frischluft suchen, war für diesen Vormittag zu einer quirligen Sportstätte geworden. Schüler der AES ließen ihrerseits die Socken qualmen und kämpften beim Sponsorenlauf um harte Euros. Dabei ging es einmal nicht um Eurorettung, sondern um einen Beitrag zu ihrer Schule.


Diese beiden kontrollieren schon mal den Kontrollpunkt.

Die Stadt Essen spendiert den Einsteinern nämlich gerade ein neues Gebäude mit zwei Klassenräumen, einem Mehrzweckraum und einer Mensa für das Mittagessen. Das zieht eine Umgestaltung der Schulhöfe nach sich und dazu leisteten die Schüler ihren Teil. Jeder Schüler hatte sich im Vorfeld einen Sponsor gesucht, Eltern, Verwandte, Nachbarn oder andere Gönner, und mit ihnen einen bestimmten Betrag vereinbart, zahlbar pro gelaufene  500 Meter.


Massenstart im Schellenberger Wald.


Der FC läuft und trinkt mit.

Schnaufend und schwitzend bogen sie um die Kurve, um am Kontrollpunkt ihren Laufzettel vorzulegen und sich ihren Stempel zu holen. Nur wenig konnte ihre gute Laune trüben. "Blöd, die ganzen Abkürzungen sind zugewuchert," klagte eine Schülerin. Umso besser: Mogeln impossible und Fairness für alle. Einige entwickelten einen derartigen Ehrgeiz, dass ein Laufzettel nicht reichte und der zweite Strecken von mehr als 12 Kilometern aufwies. Während die Läufer sich alles abverlangten, schoben die schuleigenen Sanis eine laue Schicht. Sie mussten nicht einmal eingreifen und konnten sich die Zeit mit Sportkommentaren vertreiben.


Die Stempel bringen Geld.


An diesem Kontrollpunkt stimmt einfach alles!

Erstaunliches Ergebnis: Der Ehrgeiz der Schülerschaft und die Großzügigkeit der Sponsoren ließ über 9000 Euro zusammen kommen. Damit hätte wirklich niemand gerechnet. Umso größer der Stolz. Mika, Klassensprecher der 7c: "Das hätte ich nicht geglaubt. Es gab allerdings auch einen besonderen Ansporn: Wer am meisten läuft, bekommt Hausaufgabenfrei." Phillip, 10d, sah in dem Lauf für sportliche Schüler eine willkommene Abwechslung zum Sportunterricht. Linda, Klassensprecherin der 6c, kann sich noch gut an ihre Grundschulzeit erinnern: "Da mussten wir viel über Asphalt laufen und hinterher taten einem die Beine weh. Dagegen war der Waldweg richtig toll." Lea, 9a, hebt den Spaßfaktor hervor. "Klar, es war anstrengend, aber wir haben es zusammen mit Mitschülern aus anderen Klassen gemacht, und dabei gab es viel zu lachen." Anna,8b; fand gut, für sich selbst mal zu testen: Was schaff ich? "Selbst Unsportliche sind zehn Kilometer gelaufen und haben ihre Eltern derart erstaunt, dass sie die Summe erhöht haben."


Dieser Ehrgeiz hat manchen erstaunt.

Und so konnten drei Klassen besonders hohe Beträge beisteuern: die 5a mit 801,50 Euro, die 7c mit 864 Euro und die 7a mit 1089,70 Euro. Diese Klassen wurden neben der globalen Anerkennung besonders mit einer Urkunde ausgezeichnet. Das Geld schlummert derweil auf einem Konto, bis es für schöne Zwecke wieder geweckt wird.


Die Sieger vor ihrem Neubau.
Michael Rausch




Veröffentlicht am:
01.11.2012