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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Die Reise beginnt und das Abschiedswinken unserer Eltern war wegen der Vorfreude auf die nächsten fünf Tage schnell vergessen. Was uns wohl alles erwarten wird? Eins ist sicher, die Erwartungen wurden übertroffen.

Erleichterte und glückliche Ruhrpott-Gesichter von der ersten bis in die letzte Reihe, als wir nach einer sechsstündigen Fahrt endlich die Jugendherberge aus den Busfenstern sehen konnten. Wir stürmten in die Zimmer und packten schnellst möglich alles aus, um genug Zeit zu haben, einen kleinen selbständigen Rundgang durch das Haus zu machen , denn abends ging es ja schon gleich los mit dem Programm: Eine Tour durch das Zentrum Berlins. Der Tour-Guide führte uns an die verschiedensten Orte, die wir alleine bestimmt nie gefunden hätten.



Am zweiten Tag dann volles Programm. Erst die Bustour zur ehemaligen Berliner Mauer, dann zum Brandenburger Tor, am Reichstag vorbei und dann endlich Zeit, die Stadt auch alleine zu erkunden bis die Füße brannten.



Ein deprimierender Einstieg in den dritten Tag: Wir besichtigten einen der Orte, der damals voller Grausamkeit und schlimmer Taten war, das Konzentrationslager Sachsenhausen.

Nach der traurigen Führung durch das Gelände ging es zur Aufmunterung gleich weiter zum Stadtbummel am Potsdamer Platz. Unser nächstes Ziel auf dem Programm war die Blue Man Show im Bluemax Theater. Im Saal belegte unsere Klasse die ersten Reihen; verwundert blickten wir alle die Ponchos auf unseren Plätzen an. Viele Gedanken kreisten in unseren Köpfen: "Bestimmt werden wir mit Farbe bespritzt. Vielleicht ist es auch nur Wasser." Nachdem die gruseligen blaubekleideten Männer des Öfteren über die Sitzreihen stolziert sind, durften wir endlich mal unsere total witzig anzuschauenden Ponchos auf ihre Qualität testen. Nein, es war keine Farbe, die über die ersten Reihen spritzte. Nein, es war auch kein Wasser. Es war gematschte Banane, die uns wunderschön aussehen ließ, nachdem sie nicht nur unsere Ponchos, sondern auch unsere Haare erreichte. Trotz des mühsamen Rausfummelns der letzten Bananenreste aus unseren Haaren beim Duschen, hatten wir viel Spaß und es war auf jeden Fall ein Erlebnis.



Und der Endspurt begann am vierten Tag mit dem Besuch des Reichstags. Ganz oben in der Kuppel hatte man einen fantastischen Ausblick auf einen großen Teil des schönen Berlins. Weiter im Programm. Wir alle gönnten uns eine kurze Ruhepause an der Spree, während wir auf unser kleines Tour-Boot warteten. Gemeinsam hatten wir eine ruhige. gelassene Bootsfahrt.



Nach einer knappen Stunde ging es dann weiter zu dem Holocaust Denkmal; im Gedenken an die schlimmen Taten, die den Juden im zweiten Weltkrieg zugefügt wurden. Deprimiert liefen wir durch die Reihen der immer höher werdenden grauen Betonblöcke. Danach liefen wir durch die untere Ebene und lasen erschütternde Abschiedsbriefe und Tagebucheinträge der Verstorbenen.



Eine gelungene Abschlussfahrt! Und die glücklichen Ruhrpott-Gesichter traten die Abreise so glücklich an wie sie auch gekommen waren!

Text: Isabell Kurowski
Fotos: Julia Gurowski




Veröffentlicht am:
14.09.2012