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Ein Europa woll'n wir werden

AES-Theater AG spielt "Foodcourt Yourope"


Elke Siepmann, mit Leib und Seele bei der Theater AG

Gerade ist sie vorbei, die Fußball-Europameisterschaft, die Phase, mit der sich mancher die Wartezeit bis zur Olympiade in London vertrieb. Die Zeit aber auch, in der es Berichterstattern und Fans sichtlich Vergnügen bereitete, mit den gängigen Klischees und Vorurteilen zu spielen. Dass wir in Europa dennoch Bedarf an mehr Gemeinsamkeit haben, zeigen gerade die Euro-, Banken, Haushaltskrise(n) und der damit verbundenen wachsenden Skepsis gegenüber Brüssel. In gastronomischer Hinsicht ist das geeinte Europa allerdings längst Realität. Der Döner gilt den Fastfood-Jüngern als deutsches Gericht. Grund genug für die AES-Theater-AG unter Leitung von Elke Siepmann, um mit der Revue "Foodcourt Yourope den Vorurteilen die Stirn zu bieten.




"Lecker riechen tut et ja schon…"
 

Deutsch-Holländisches Gipfeltreffen an der Schmerzgrenze.

Gewitzt gingen dabei die Jungmimen in ihrem Theaterstück zur Sache. Sie spielten Szenen aus einer der typischen "Fressmeilen" in den großen Einkaufszentren Europas. Sie bedienten dabei scheinbar gängige Vorurteile, jedoch nicht ohne den Deutschen dabei den Spiegel vorzuhalten. Urkomisch die beiden Alten, die darüber diskutieren, ob der griechische Knoblauch wirklich schlimmer riecht als das penetrante Rasierwasser im Heim oder die tumben Fußballfans, die Niederländisch für eine Rachenerkrankung halten und dann doch lieber nach Venlo fahren, um wenigstens dort unter sich zu sein.


"Aah, que bella figura…"
 

Ordnung muss sein im Foodcourt - das Besenballett.
Zum Kringeln die Pizzabäcker, die die Signorinas anschmachten: "Aah, welche Figur. Können diese Augen lügen, können diese Füße fremdgehen?" Aber am Ende will er doch nur ein Geschäft machen. Ja, so ist er, der Italiener, oder nicht? Jedenfalls mussten die beiden Italiener am Schluss (akzentfrei) feststellen, wie leicht die deutschen Signorinas es ihnen machten: "Doofe Tussen, fallen immer noch auf Papas alte Itaker-Nummer rein!"


"Ein Europa woll'n wir werden."

"Das geht gaar nicht." Stimmt!

Und die deutschen Zicken, die ihre abstrusen Ernährungsgewohnheiten besprechen ("Iiih, Milchprodukte aus diesen lila Riesenviechern!") und zum Ergebnis kommen: "Das geht gaaaar nicht!" Die sind auch so, da kann man nichts machen.
Kann man nicht? Das Leitmotiv der Revue sagt etwas anderes: "Ein Europa woll'n wir werden", lautet die Refrainzeile des Liedes, das nach jeder Nummer zum Mitklatschen einlädt. Und wie sagte Frau Antje am Frittenstand: "Holländer tolerieren alles, sogar Dummheit und Intoleranz." Na bitte!

Michael Rausch



Veröffentlicht am:
11.07.2012