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Die kleine Schule und ihr Pavillon

Nicht von den Gebrüdern Grimm

Es war einmal eine kleine Schule, die lag am Rande der großen Stadt und fühlte sich dort putzmunter und pudelwohl. Dort gingen rund 350 Jungen ein und aus und lernten so mancherlei nützliche Dinge, die sie so bald nicht vergessen sollten. Doch alsbald stach so manchen Jungen dort der Hafer. Das sah der Kultusminister, der dachte bei sich: Ei, ich will doch einmal sehen, ob wir nicht mit der Koedukation beginnen und aus den Jungen Gentlemen machen können. Da bereiten wir sie noch besser auf das richtige Leben vor. Und wie er so dachte, strömten schon die Mädchen in die kleine Schule am Rande der großen Stadt. Und alle hatten sich lieb, herzten und küssten einander, dass es eine Freude war. Doch als die Freudentränen getrocknet waren, sahen alle, dass die Schule nun zu klein war. Zu groß waren die Jahrgänge, die man die „Baby-Boomers“ hieß.

Und als manches Jahr ins Land gegangen war, da ward der kleinen Schule ein Kindlein geschenkt. Sie nannte es Pavillon und brachte dort ihre Fünferklassen unter. Und abermals kamen und gingen Jahre und Schüler. Da geschah es, dass Kinder Lehrer und Eltern die Nase rümpften. Sie schalten den Pavillon und riefen: Du riechst schlecht. Der Pavillon schämte sich darob und sprach: Wenn ihr mich nicht mehr lieb habt, will ich euch auch nicht länger beherbergen. Und so geschah es, dass fremde Männer kamen, Geld und Werkzeug in die Hand nahmen und dem Pavillon den Garaus machten.


Wie der Neubau bisher gewachsen ist, zeigen die Fotos.

Bald darauf kamen andere Männer und begannen einen Neubau. Der soll noch größer und schöner werden als der alte Pavillon und soll außer zwei Klassenräumen noch eine Ausgabeküche mit Mensa enthalten, auf dass die Kinder an langen Schultagen nicht darben sollen. Die Männer gossen die Fundamente und arbeiteten, dass es eine Lust war. Und kaum war der Winter vorüber, da legten sie Stein auf Stein, zogen Gerüste und Mauern hoch und eine Zwischendecke ein. Und dann kam der Tag, da wollte der Bohrer bohren. Endlich bekam auch die Schule selbst ein Gerüst, die Männer bohrten und dämmten die Wärme über die Maßen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann bauen sie im September noch und werden garantiert zum Oktober fertig. Versprochen! Versprochen? Nein, aber anvisiert.
Michael Rausch



Veröffentlicht am:
21.06.2012