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Mit Krupp in Österreich III

Bericht zum Alfried Krupp-Schülerstipendium für Betriebspraktika im Ausland
in der Zeit vom 19. März bis 13. April 2012

In der Zeit vom 19. März bis 13. April 2011 absolvierte ich mein Betriebspraktikum in Kirchdorf, Österreich, und zwar im Landgut Furtherwirt Familotel Kitzbüheler Alpen, einem Vier-Sterne-Hotel für Groß und Klein.

Zu meinem Aufgabengebiet während meiner Praktikumszeit im Landgut Furtherwirt gehörte unter anderem die Mitarbeit im Service sowie die Unterstützung der Hausdamen. Meine verschiedenen Aufgaben im Servicebereich bestanden in:

  • Tische eindecken / abdecken / säubern
  • Geschirr / Gläser / Silberbesteck polieren und sortieren
  • Bedienung der Gäste
  • Aufnahme der Bestellungen von Getränken und Speisen

Im Bereich Housekeeping unterstützte ich die Hausdamen bei der Reinigung der Gästezimmer sowie der Hotelflure. Neben dem täglichen Staubsaugen mussten die Bäder täglich sehr gründlich geputzt, neue Handtücher bereit gelegt und die Betten gemacht werden. Ferner wurden die Betten alle 3 Tage frisch bezogen.

An meinen freien Tagen besichtigte ich gemeinsam mit den anderen Stipendiaten (drei Mädchen), die ebenfalls in Kirchdorf tätig waren, Kitzbühel. Außerdem hatte ich zusammen mit meiner Zimmergenossin das große Glück, insgesamt an drei Tagen auf dem „Wilden Kaiser“ Skifahren zu können. Das waren traumhaft schöne Tage, die Sonne schien von einem wolkenlos blauen Himmel und die Pistenverhältnisse waren ebenfalls sensationell. Zu erwähnen ist hier noch, dass die Familie Hagsteiner  uns diese Skifahrtage ermöglicht hat, indem sie für die Kosten für den Skiverleih und den Skipass aufgekommen ist.

Mit der Inhaberfamilie Hagsteiner hatten wir ein sehr gutes, lockeres Verhältnis und fanden immer ein offenes Ohr. Eine nettere „Gastfamilie“ hätte man sich nicht wünschen können und so war es uns auch ein Bedürfnis, den Hagsteiners zu Ostern ein kleines Geschenk zu überreichen, über das sie sich sehr gefreut haben. Das Gleiche gilt auch für die Mitarbeiter des Hauses, mit denen wir in den verschiedenen Einsatzbereichen zu tun hatten.

Nach Abschluss des vierwöchigen Praktikums fiel mir der Abschied schon sehr schwer, was ich am Anfang der Zeit nicht für möglich gehalten hätte. Jedoch habe ich viele nette Menschen kennengelernt, wertvolle Erfahrungen gesammelt und Einblicke in den Hotelberuf mit seinen verschiedenen Möglichkeiten erhalten.

Das Praktikum war für mich sehr erfolgreich und hilfreich. Ich habe sehr viel gelernt und viele gute, aber teilweise auch nicht so schöne, Erfahrungen gesammelt. Der Beruf einer Kellnerin oder eines Oberkellners bzw. einer im Service arbeitenden Person verlangt viel Ruhe, Disziplin und Genauigkeit. Ich durfte in den vier Wochen Praktikum im Landgut Furtherwirt Hotel viel miterleben und außerdem habe ich festgestellt, dass die Arbeit in einem Hotel einfacher aussieht als es in der Wirklichkeit ist. Wie man es sonst kennt, wenn man in den Urlaub fährt, lässt man sich verwöhnen und bedienen. Dies war jetzt andersherum. Ich durfte alles miterleben und viel neues ausprobieren  und ehrlich gesagt, man denkt gar nicht, wie anstrengend und schwierig der Beruf einer Kellnerin im Service ist. Man sollte immer stets freundlich und höflich zu den Gästen sein, Geduld haben, aber trotzdem zügig, sorgfältig und ordentlich arbeiten.

In der zweiten Woche meines Praktikums trafen 130 Gäste im Laufe des Tages in dem Landgut Furtherwirt ein. Das bedeutete: STRESS. Als Kellnerin muss man auf viele Kleinigkeiten achten, man muss Stress aushalten und manche Gäste, die nicht immer sehr verständnisvoll sind, höflich bedienen und immer lächeln! Es heißt nun einmal: DER GAST IST KÖNIG. Das hat mir auch mein Chef – und Oberkellner – Herr Hans immer wieder gesagt. Er hat mir viele Tipps gegeben während der vier Wochen Praktikum und war immer sehr nett.

Am Mittwoch, den 11. April 2012, hat der Hotelinhaber, Herr Wolfgang Hagsteiner, uns (Praktikantin Isabel Ruiz Alfranca und mich) gebeten, in seinem Büro zu erscheinen.  Er fragte uns u.a. folgendes: Was wir gelernt haben und welche Erfahrungen wir gesammelt haben. Wir hatten ziemlich genau gleiche Ansichten, nämlich, dass es uns viel Spaß gemacht hat und dass es eine große Erfahrung war,
auf sich allein gestellt zu sein. Außerdem sagte er uns, dass wir uns überlegen sollen, ob wir eine Lehre in seinem Hause als Hotel- und Gaststättenassistentin nach Abschluss der 10. Klasse im Jahr 2013 absolvieren wollen. 

Sophie Roschanzamir, 9b




Veröffentlicht am:
11.05.2012