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Das Wasser gereicht

Mobiles Museum bei der 5c
 
Seifenreklame auf Blech – Julian, Linnart, Marisa und Laura erkunden die 20er Jahre.

Wem beim Stichwort Wasser nur Handtuch und Seife einfällt, sollte unbedingt Petra Bernicke kennen lernen. Sie arbeitet für das Ruhr Museum und hat Anschauliches, Festes und Flüssiges im Handgepäck. Und sie kommt ins Haus. Zum Beispiel zu Laura Brodesser. Die hatte nämlich den Besuch der mobilen Museumseinheit für ihre Klasse gewonnen. Thema: „Wasser, Dinge, Geschichten“.

Die syrische Wassergöttin spendete Wasser und Leben, fanden Lina und Lena heraus.

Aber wer glaubte, er könne sich zurücklehnen und unterhalten lassen, sah sich getäuscht. Selbst forschen war angesagt und so schlüpften die Schüler zunächst in die Rolle von Museumswissenschaftlern. In Teams erarbeitete die 5c mit Arbeitsblättern und Ausstellungsobjekten aus Stein, Holz, Metall, Plastik jeweils eine komplette Kurzführung aus den Themenbereichen „Wasser und Arbeit“, „Wasser im Haus“ und „Wasser und Religion“. Zum Schutz der Objekte trugen die Jungforscher allesamt Handschuhe, was ihnen ein geradezu professionelles Aussehen verlieh.


Ein skeptischer Blick von Celine und Monique – ein bisschen anrüchig ist der Nachttopf schon.


Danach erfuhren die interessierten ihre Klassenkameraden als „Museumsbesucher“ von Messing-Bettwärmern, die mit heißem Wasser gefüllt für ein kuscheliges Bett sorgten, als die Zentralheizung noch nicht erfunden war. Das Bad am Samstagabend in der Zinkwanne konnte sich niemand mehr vorstellen. In der Küche? Wirklich die ganze Familie? Ungläubig staunte das Publikum, auch darüber, dass vor drei Jahren in Neu-Delhi der Welt-Toilettengipfel stattfand.


Sieht fast so aus wie ein Zapfhahn, aber das können Lisa und Lea wohl noch nicht wissen.


Weitere Ausstellungsstücke waren handgemachte Seife, Wasserhähne aus Messing, ein Nachttopf und eine Marienstatue. Was Maria mit Wasser zu tun hat? Diese stammte aus Polen, war aus Plastik und innen hohl. In ihr konnte der gläubige Katholik geweihtes Wasser aufbewahren und bei Bedarf versprengen.


Celine erkundet Fossilien aus dem Devon.

Wasser und Mensch gehören seit Urzeiten zusammen. Diesmal hat das Mobile Museum der 5c „das Wasser gereicht“. Allerdings war bei all den wässrigen Themen die gefühlte Feuchtigkeit draußen immer noch höher als im Klassenzimmer und niemand hatte Moos angesetzt.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
19.12.2011