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Entspannt in Bus und Bahn

AES-Bus-Coaches tragen Verantwortung


Sie wirken ziemlich entspannt, die AES-Bus-Coaches bei ihrer Ernennung. Einen Sheriff-Stern tragen sie nicht, dafür aber einiges an Verantwortung.

Ein Bus Coach ist, wörtlich übersetzt, ein Bus-Trainer. Wer braucht einen Bus-Trainer? Bus fahren kann doch nun wirklich jeder! Stimmt grundsätzlich, aber manche vergessen doch gelegentlich, wie man es richtig macht, viele davon sind zwischen 10 und 14 Jahre alt. Und die brauchen Bus Trainer. In Zusammenarbeit mit der EVAG wurden jetzt 15 AES-Schüler ausgebildet und erhielten ihre Ernennungsurkunden. Damit hat die Schule einen weiteren Baustein der Eigenverantwortung in ihr Konzept von Persönlichkeitsent-faltung und Verantwortlichkeit eingefügt.

In ihrer dreitägigen Ausbildung bei der Verkehrsgesellschaft lernten sie vieles über die rechtlichen Grundlagen, menschliches Verhalten und über die Regeln der Zivilisation. Viel Spaß hätten sie dabei gehabt, war zu hören, es seien aber auch ernste Situationen nachgespielt worden. Schulleiterin Liebenau fasst es so zusammen: „Gutes Benehmen schafft eine angenehme Atmosphäre und bringt uns durchs Leben.“ Und hier ist der Bus Coach gefragt. Er ist für seine Mitschüler, und nur für sie, ein Ansprechpartner und leistet Hilfestellung in Bus, Bahn und Schule. Das reicht vom verlorenen Schokoticket bis zur Hilfe bei Drängeleien. 

Rolf Hensel, bei der EVAG zuständig für die Kommunikation, sieht in den jungen Leuten auch eine „Schnittstelle zum Verkehrsunternehmen“. Sie hätten eine „hohe Verantwor-tung“. Sein Kollege Jens Kloth wünscht sich, dass „ihr euer Wissen, auch über die Klassensprecher, in die Klassen transportiert“. Da die Coaches nicht äußerlich erkennbar sind, ist es notwendig, dass sie durch die Klassen 5 bis 7 gehen und sich dort vorstellen. Im Bus können sie sich allerdings ausweisen.

Natürlich haben sie keine Polizeigewalt. Sie haben aber die Möglichkeit, deeskalierend zu wirken und aus Streitigkeiten die Luft heraus zu lassen. Darüber hinaus können sie mit speziellen Meldezetteln den Vorgang an die Schulleitung und die EVAG weitergeben. Die Coaches sind gehalten, grundsätzlich im Doppelpack aufzutreten. Vier Augen sehen mehr.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
19.12.2011