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Das France-Mobil bewegt den Grips

Französisch an der AES

Marianne ist unsere Nachbarin. Sie ist die Cousine vom deutschen Michel und sie sorgt sich ein bisschen, dass seine Zuneigung zu ihr schwinden könnte. Deshalb schickt das Institut Français junge Franzosen an unsere Schulen, um dort Interesse am Nachbarland und seiner Sprache zu wecken oder wach zu halten. Sie reisen mit dem France-Mobil an, einem von sieben Fahrzeugen französischer Bauart, ausgestattet mit Lernmaterialien und übersät mit Logos der zahlreichen Sponsoren.


Französisch auf Rädern. Das France-Mobil hält auch schwierigen Verkehrssituationen stand.

Die Marianne, die mit dem France-Mobil auf unseren Schulhof rollt, heißt Dolores und stammt aus Meaux, unter anderem bekannt für seine Kathedrale, Käse und Senf. Dolores spricht schnell, sehr schnell und manch verzweifelter Schülerblick wandert Hilfe suchend zum Lehrer. Ein Spiel mit Städtenamen soll gespielt werden, eine Art „Galgenmännchen“. Während einige der Sechstklässler noch Bahnhof verstehen, haben die ersten schon begriffen. Zwei Gruppen spielen gegeneinander: Les Babous gegen La Groupe Paris. Französische Städtenamen sind zu finden, nur der Anfangsbuchstabe ist vorgegeben. 


François, der Frosch, spielt auch mit.

Wer zuerst ein Lösungswort weiß, stürzt sich auf François, den Frosch, drückt ihn und läuft zur Tafel. Das Eis ist gebrochen. Schnell merken die Schüler, dass sie nach einem halben Jahr Französischunterricht schon mehr wissen, als sie selbst ahnen. Nice, Dijon, Metz, Strasbourg – während die Babous immer mehr Punkte sammeln, bekommt der Galgen immer mehr Balken. Die Gruppe Paris verliert 1:4.


Dolores zeigt die Karte Frankreichs.

Schwieriger sind die Aufgaben für den 10er-Französisch-Schüler. Sie sollen sich gegenseitig vorstellen und dann als Team ein Adjektiv umschreiben oder pantomimisch darstellen. Das erste Team hat das Wort „malade“ – krank. Die beiden ziehen die Pantomime vor mit hängenden Mundwinkeln und Wischen über die fieberfeuchte Stirn. Erraten! Na bitte, geht doch! Es folgen sympathique, fatigué, sportif. 


Kampf um François.

Ein bisschen zäh, die Erklärungen. Es ist aber auch zu kniffelig mit dem Satzbau! Da kommt Abwechslung gerade recht. Es geht um Länder, in denen Französisch gesprochen wird. François, der Frosch spielt wieder mit und ist selbst erstaunt, dass Vietnam eins dieser Länder ist. Als Dolores französische Popmusik vorstellt und um Kommentare bittet, auf französisch, versteht sich, offenbaren sich erstaunliche Kenntnisse und Vorlieben. Gar nicht so weit weg, das Nachbarland. Wir sehen uns, Marianne, spätestens auf der Kursfahrt.


Dolores erklärt das Spiel.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
21.03.2011