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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Als Rellinghausen zu Essen kam

 -Essen-Süd vom 29.11.2010, Jennifer Humpfle

Den 100. Jahrestag der Eingemeindung Rellinghausens zu Essen feierte die Bürgerschaft mit einem Festakt.


Johannes Stoll, Vorsitzender der Bürgerschaft, hielt eine der Festansprachen.
Foto: Dennis Strassmeier

Die Aula der Albert-Einstein-Realschule (AES) ist bis auf den letzten Platz besetzt. Die Bürger verfolgen fasziniert die Bilder, die auf der großen Leinwand gezeigt werden. Beim Anblick der – damals noch sehr beschaulichen – Kreuzung Wuppertaler und Frankenstraße geht ein amüsiertes Raunen durch den Saal. Der Film, der die Stadtteile vorstellt, trägt den Titel „Unser Zuhause in Essen: Rellinghausen und Stadtwald, Leben im Grünen zwischen Kirche, Kohle und Kultur.“ Er ist Teil der 100-Jahr-Feier zur Eingemeindung der Stadtteile Rellinghausen, Stadtwald und Bergerhausen, die vom Verein Bürgerschaft Rellinghausen- Stadtwald mit der AES gemeinsam ausgerichtet wird.

„Die früheren Bürgermeistereien wurden auf eigenen Wunsch eingemeindet“, erklärt Johannes Stoll, Vorsitzender der Bürgerschaft. Die kleinen Ortschaften konnten sich einfach nicht mehr selbstständig finanzieren und benötigten dringend eine Infrastruktur. „Die Stadt Essen konnte das bieten. Es passte eben.“ Den Film über ihre Stadtteile konnten die Vereinsmitglieder aufgrund der finanziellen Unterstützung der Sparkasse drehen lassen. Außerdem hat die Bürgerschaft in Zusammenarbeit mit Historikern den ersten Band einer insgesamt sechsbändigen Buchreihe über die letzten 100 Jahre herausgebracht. „Die Bücher sind nach Epochen geordnet und das erste heißt: Rellinghausen in der Kaiserzeit.“ Weitere Bände sollen in den nächsten 18 Monaten erscheinen. Sowohl die DVD als auch die Bücher können in allen bekannten Verkaufsstellen erworben werden.

Doch der Vorsitzende der Bürgerschaft blickt nicht nur in die Vergangenheit, sondern spricht auch ganz konkrete Themen an, die die Stadtteilbewohner beschäftigen. „Zu den aktuellen ,Baustellen’ zählen das Rathaus Rellinghausen, die Frankenstraße, der Masterplan Ruhr sowie der öffentliche Nahverkehr und das städtische Haushaltsdefizit“, zählt Stoll auf.

Eine Zeitreise

Auch Schüler der AES hatten sich mit dem Thema auseinandergesetzt und mit Lehrerin Elke Siepmann ein Theaterstück geschrieben. Das Stück mit dem Titel „Zeitreise“ führten sie anlässlich der 100-Jahr-Feier vor den zahlreichen Besuchern auf. „Albert Einstein versetzte die Zuschauer als erstes in die Zeit der Hexenprozesse“, erläutert Schulleiterin Ulrike Liebenau. Die nächste Station war die Revolution 1848, der dritte Akt eine Schrebergartenszene aus den 60er Jahren, die von den Lehrern gespielt wurde. Die ersten beiden Stationen hingegen stellten die rund 40 teilnehmenden Schüler dar.

„Wir sind ja nur die Gastgeber der Veranstaltung“, betont Schulleiterin Ulrike Liebenau. Doch dafür zeigten alle Beteiligten vollen Einsatz. Auch die Benimm-AG unter der Leitung von Lehrerin Dorothea Bonzel war überaus eifrig. „Wir übernehmen das Catering – vom Tische decken, bis hin zur schicken Kleidung und dem richtigen Verhalten den Gästen gegenüber“, erklärt sie. So servierten ihre Schüler Häppchen für die Programm-Pausen und gaben Getränke aus.

Hochzufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung waren Johannes Stoll und Ulrike Liebenau: „Die Menschen haben die Feier gut angenommen und sich wohlgefühlt.“ Dies sei eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass Schule eben mehr sein könne als reiner Frontalunterricht. „Wir sind gut im Stadtteil eingebunden und die Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft macht dies noch deutlicher“, betont Ulrike Liebenau.




Veröffentlicht am:
30.11.2010