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Erfolgsmodell Musikunterricht

Jedem Kind sein Instrument


Da kann das Blech noch so glänzen, wenn Arthur Borecki erklärt, sind alle ganz gespannt.

Eine Trompete, die in die Tasche passt? Na klar, sonst würde sie ja wohl nicht so heißen! Allerdings sollte die Tasche auch nicht so ganz klein sein. Aber dass man auf ihr spielen darf, ist der größte Knüller der alljährlichen AES-Schnuppertage. Arthur Borecki und Benjamin Prüfer des privaten Kooperationspartners „Kulturhaus Rhein-Ruhr“ führten unsere 5er-Klassen durch die Welt der Musikinstrumente. Möglichst viele Schüler sollten das passende Instrument für sich finden.


Bereit für „Dicke-Backen-Musik“?

Die Kinder bringen schon eine Menge Kenntnisse mit. Sie können die Instrumente bereits richtig einordnen und viele wissen auch, wie die Töne entstehen. Silas hat’s verstanden: „Man muss den Ton mit dem Mund machen.“ Die ganze Klasse lässt die Lippen vibrieren. Mirco darf die Trompete ausprobieren. Das Instrument wehrt sich kaum und lässt einen annehmbaren Ton durch. Ob Mirco die Trompete wählt? Silas dagegen ist fasziniert von der Klarinette. Schwarzes Holz und eine Unmenge silberner Klappen laden zum Ausprobieren ein. Erst die Schneidezähne auf das schnabelförmige Mundstück, dann mit der Zunge das Rohrblatt andrücken. Gespannt warten seine Klassenkameraden, wie die Klarinette klingt: Wird sie quietschen? Völlig konzentriert hält Silas das Holzblasinstrument vor sich und bläst hinein. Die Klarinette quakt und Silas freut sich.


Nils und die Flöte

Nun kommen auch alle anderen an die Reihe. Cellos, Posaunen, Trompeten, Gitarren, Keyboards, Trommeln - das gesamte Spektrum der Musikinstrumente, ausführlich erklärt und vorgeführt, wartet geduldig auf die ersten Versuche. Da knarzt das Blech, ächzt die Saite und scheppert die Trommel, aber Mädchen wie Jungen haben einen Riesenspaß beim ersten Kontakt mit ihrem Instrument. Nur die E-Gitarre enttäuscht: „Man hört ja nichts!“ Logisch, ohne Verstärker!


Kim spielt schon ein bisschen Geige.

Im kommenden Schulhalbjahr  sollen möglichst viele Kinder der fünften Klassen ihr Lieblingsinstrument erlernen, so wie die Jahrgänge vor ihnen. Die Lehrer vom Kulturhaus Rhein-Ruhr erteilen nach dem regulären Unterrichtsvormittag in den Räumen der AES Instrumentalstunden in Kleingruppen, vom Saxophon über Streichinstrumente wie Cello bis hin zu E-Gitarre und Schlagzeug. 


Jasmin probiert das Saxophon..

Der Preis ab 25 € scheint erschwinglich, beinhaltet er nämlich nicht nur eine Unterrichtsstunde pro Woche, sondern auch ein Leihinstrument für das Üben zu Hause. Überhaupt: Am Geld soll es nicht scheitern. Wer Mühe hat, die Kosten aufzubringen, kann sich vertrauensvoll an die Schulleiterin Ulrike Liebenau wenden. Der Förderverein hilft bestimmt.


Silas weiß mit der Klarinette Bescheid.

Für viele Kinder war bereits an den Schnuppertagen eine spontane Entscheidung für ihr Instrument gefallen. Die Eltern werden aber wohl noch ein Wörtchen mitreden, wenn es heißt: „Mama, ich möchte gerne Posaune lernen.“ Aber lassen Sie sich nicht bange machen. Die meisten Instrumente sind leiser als man glaubt, selbst die Trommel. Für sie gibt es eine spezielle Gummimatte zum Dämpfen.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
22.11.2010