Unser Logo Unsere Schule Unser Hundertwasser-Flur Stadtwaldfest Skifreizeit in Mittenwald Jedem Kind sein Instrument Freiarbeit nach Montessori Fußballturnier
Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

100 Jahre Eingemeindung

Festakt in der AES - Einstein warf die Zeitmaschine an

Rellinghausen ist eine betagte Schönheit, über 1000 Jahre hat sie schon auf dem Buckel, aber sie gehört erst seit 100 Jahren zu Essen. Anlass genug für die Bürgerschaft, in der AES-Aula einen Festakt zu veranstalten.


Empfang
 

Schulleiterin Ulrike Liebenau begrüßt die Gäste
 

Johannes Stoll, Vorsitzender der Bürgerschaft
 

Rolf Fliß, Bürgermeister
 


Oberbügermeister Reinhard Paß 


Pfarrer Deppe 

Die Eingemeindung, den Verlust der Eigenständigkeit feiern? So etwas hat man auch schon ganz anders erlebt. „Rellinghausen war damals arm. Die Infrastruktur war nicht zu bezahlen“, weiß Herman-Josef Lenze, stellvertretender Bürgerschaftsvorsitzender. Und so versteht man, das es damals die klassische Win-win-Situation gewesen sein muss: Rellinghausen gewann die Annehmlichkeiten der Großstadt hinzu, Essen billiges Bauland. Und seitdem? „Die Zugkraft von Essen war da, wir haben es bisher nicht bereut“, so Lenze.


Pastor Dr. Gotthardt Oblau. 
 

Brentwood Skifflers
   

Hexenverfolgung in Rellinghausen
 

Albert Einstein an der Zeitmaschine
 


Revolution in der Dorfschenke


Friedliches Ende  


Und so ließ sich die Prominenz aus Lokalpolitik, Klerus und Bürgerschaft in der AES-Aula zum Feiern nieder, nicht ohne vorher von der Benimm-AG aufs Angenehmste bewirtet worden zu sein. Schulleiterin Ulrike Liebenau begrüßte als Hausherrin die Gäste und stellte die jahrzehntelange Verbundenheit zwischen Realschule und Stadtteil heraus. Johannes Stoll, Vorsitzender der Bürgerschaft, lieferte die Begründung für den Festakt: „In einer Zeit, in der jeder Furz zum Event hochgejubelt wird, soll man sich ruhig die Zeit für solch einen Anlass nehmen. Außerdem feiern die Rellinghauser gern.“ Und sie feierten sich mit einem Profi-Film, in dem „das Dorf“, wie der gemeine Rellinghauser seinen Stadtteil liebevoll nennt, sich von der allerbesten Seite zeigt. Kurz danach legte Gerd Maikämper los. Mit dem Trio der Brentwood Skifflers gab er sein Rellinghausen-Lied und Limericks wie diesen zum Besten: „Klar", sagte ein Sänger aus Heide (Stadtwald), „dass ich Grönemeyer beneide. Doch zu meinen Events strömen auch meine Fans, jedes Mal alle beide."
 

Kostümfest im Schrebergarten Anfang der 60er Jahre ...
 

... gespielt von Lehrerinnen und Lehrern der AES 

Vieles kam auf den Tisch in all den folgenden Reden und Ansprachen, darunter auch die Bitte an den anwesenden OB Reinhard Paß, man möge doch noch einmal prüfen, ob das Rathaus Rellinghausen, bauliches Kleinod an der Frankenstraße, nicht doch einer Nutzung für die Allgemeinheit, zum Beispiel als Bürgeramt mit Meldestelle, zur Verfügung gestellt werden könne.

Doch dann schlug Einsteins Stunde. Der schusselige Wissenschaftler bekam seine Zeitmaschine zwar in Gang, aber sie muckte und verschlug ihn ins Mittelalter zu einem Hexenprozess, zur 1848er-Revolution im Dorf und auf ein Kostümfest in der Laubenkolonie Anfang der 60er Jahre. Schüler und Lehrer brachten in gemeinsamer Arbeit eine ergreifende bis amüsante Szenenfolge aus Rellinghausens Geschichte auf die Bretter, wobei ihnen nicht nur die Anstrengung die Schweißperlen auf die Stirn trieb: Sie spielten bravourös über den spontanen Ausfall eines Hauptdarstellers hinweg, der von der Bühne weg zur Geburt seiner Tochter gerufen wurde.


Die Roboter ....
 

... lieben Rellinghausen
 

Standing ovations

Den krönenden Abschluss bildete der legendäre Fritz-Lang-Klassiker „Metropolis“, begleitet von der Klavierfassung der Original-Filmmusik aus den 20er Jahren. Ein Festakt, der alles andere als steif und förmlich war. Rellinghausen eben!

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
16.11.2010