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"Christ und Luther" bauen Moschee

Am 03. Oktober 2010 besuchte die Klasse 8b im Rahmen des Politikunterrichts die 2008 fertig gestellte Merkez Moschee in Duisburg Marxloh. Die muslimische Gemeinde dieser Moschee existiert schon seit 1984. Sie ist eine der ältesten und mit 800 Familien eine der größten Deutschlands.

Die Räume der Moschee dienen als multikulturelle Begegnungsstätte, als Gebetshaus und als Bildungsstätte in der alle Bürger willkommen sind. Einen großen Teil der durch den Bau entstandenen Kosten finanzierte die Gemeinde durch Spendengelder, für die Begegnungsstätte gab es einige Millionen Euro von der EU und dem Land NRW. Heute finanziert die Gemeinde den Unterhalt allein aus Spendengeldern der Mitglieder. Im Gegensatz zu den christlichen Kirchen gibt es keine Kirchensteuer die die Gläubigen bezahlen. Ihre Spenden liegen zwischen 5-50 Euro im Monat.

Die Planung der Moschee wurde mit allen Vertretern der Gemeinde Marxloh vorgenommen. So kam es, dass das Minarett der Moschee aus Respekt vor der katholischen Gemeinde drei Meter niedriger ist, als der Turm ihrer Kirche. Der Muezzin ruft die Gläubigen auch nicht über einen Lautsprecher mehrmals am Tag zum Gebet  Die großen durchsichtigen Fenster der Moschee sollen die Offenheit repräsentieren und hervorheben, dass es sich um eine multikulturelle Begegnungsstätte handelt. Der Bau wurde von den deutschen Unternehmen Christ und Luther vorgenommen.

In der Moschee müssen vor dem Gebetsraum die Schuhe ausgezogen werden, da der Gläubige oder der Besucher heiligen Boden betritt. In dem riesigen Gebetsraum fällt sofort der samtweiche Stoffboden auf. Es dominiert die Farbe rot, welche in gleichmäßigen Abständen von einem Muster durchbrochen wird. Diese Anordnung soll wie eine Bankeinteilung wirken. Die Ordnung ist für das Gebet, welches nach Mekka gerichtet ist, ausgelegt.
  
Die riesigen Kuppelgewölbe sind von Hand mit religiösen Symbolen in den Farben Rot und Blau bemalt worden. Die Farben symbolisieren dass Allah über Himmel und Erde herrscht. Außerdem schmücken zwei prächtige vergoldete Kronleuchter den Gebetsraum. Auf ihnen sind zum einen das Glaubensbekenntnis und zum anderen die vielen Namen Allahs (Der Sanfte, der Vertraute, Der Gnädige, Der Hilfsbereite, …..) graviert. Die runde Form steht für die Unendlichkeit des Glaubens.

Der Zivildienstleistende der Gemeinde erklärte uns noch den Ablauf des Freitagsgebets, die verschiedenen Gegen-stände wie die Freitagskanzel und die Gebetsbewe-gungen. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass ungefähr 5000 Personen aus ganz Europa die Moschee im Monat besuchen. Hinzukommt, dass der Gebetsraum allein zum Freitagsgebet mit 2500 Gläubigen immer bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Während des Gottesdienstes werden die Geschlechter von einander getrennt. Jeder soll sich auf sein Gebet konzentrieren können. Die Männer sind unten, die Frauen beten oben auf der Empore. 

Das Gebäude und die Offenheit mit der unsere Fragen beantwortet wurden haben uns sehr beeindruckt und den muslimischen Glauben etwas näher gebracht.



Weitere Information sind auf der Seite http://www.ditib-du.de zu finden.

Text: 
Hendrick Merten, Jasper v. Pachelbel, Jaqueline Piontek, Nina Rudawski und Marcus Biesemann
Fotos: 
Andrea Döring und Marcus Biesemann




Veröffentlicht am:
19.10.2010