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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Kühlung mit dem Yellow Submarine

Werkstattkonzert in der AES – Jedem Kind sein Instrument



Den Lacher des Abends erzielte die Ankündigung: „Und jetzt folgt auf dem Keyboard die Melodie ‚Winter ade’.“ Die Programmheftchen waren nämlich in der hochsommerlich klimatisierten AES-Aula längst zu Fächern umfunktioniert worden. Nicht nur die jungen Akteure, auch das Werkstattkonzert-Publikum hatte sich größten Respekt verdient, denn der normale Mensch saß jetzt sicher in einem Bier- oder sonstigem Garten und sorgte für Kühlung. So aber galt es, den instrumentalen Erfolgen des Nachwuchses Respekt zu zollen.



Als Erste tat dies Schulleiterin Ulrike Liebenau: „An eurer Stelle wäre ich auch aufgeregt, aber ich finde es toll, dass ihr euch heute Abend hier vorstellt.“ Ziel des jährlichen Werkstattkonzerts ist nämlich, den aktuellen Lernstand des Projekts „JKSI“ (Jedem Kind sein Instrument) der Öffentlichkeit vorzustellen. Und sie waren auch alle gekommen, Eltern, Verwandte und Freunde, um die ersten Erfolge zu honorieren. Sympathie war also garantiert, als die jungen Instrumentalisten demonstrierten, was sie in einem, zwei oder drei Jahren gelernt hatten. Stephan Hornow eröffnete mit einem beachtlichen Schlagzeugsolo. Aus einem rockigen Grundbeat entwickelte er sehr konzentriert Fills und Breaks, die ihn über alle Tomtoms und Becken führten. Er erntete den ersten Sonderapplaus des Abends.



Völlig selbständig gestalteten die Violinengruppen ihren Volkslied-Vortrag, der unter Leitung einer kundigen Hand sicher homogener ausgefallen wäre. 


Klarinetten und Saxofone mit geschmeidigem Klang leiteten über zu den solide gezupften Gitarren. Vorläufiger Höhepunkt war danach die E-Gitarren-Demonstration, zu der sich spontan eine kleine Band gegründet hatte. Ihr frischer Vortrag zeigte große Unbefangenheit und wenig Scheu vor Menschenmengen. 

Bestechend spielte Magdalena Czekays Querflötengruppe, die nach zwei Jahren Arbeit mit sauberer Intonation mehrstimmige Spielstücke und einen Kanon vortrug. Ergriffenheit machte sich breit, als Laura und Alexandra zum Playback Ohrwürmer von Elton John und Phil Collins interpretierten.

Die ganze Bandbreite des Keyboards zeigte sich am Schluss, als die Tastenjünger Volkstümliches und Populäres zum Besten gaben. „Yellow Submarine“ nahm das Publikum mit in kühlere Gefilde und lud zum Mitklatschen ein. Und als Jan seinen Schlusston gefunden hatte, brandete der Schlussapplaus auf. Wie ihm ging es auch all den anderen Schülern und Schülerinnen, die erfolgreich geübt und gegen ihre Nervosität angekämpft hatten. Auch wenn mancher Vortrag nicht perfekt war, er wurde zu Ende gebracht. Und das war das Ziel.



Der Abend demonstrierte zugleich die erfolgreiche Zusammenarbeit der Albert-Einstein-Realschule mit dem Musikhaus Rhein-Ruhr, die seit drei Jahren Schülern Instrumentalunterricht ermöglicht, um ihnen Zugang zur Musik zu ermöglichen und ihnen Sicherheit zu geben, vor ein Publikum zu treten.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
06.07.2010