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Die reine Harmonie

Ohne Schuhe ins Japan-Haus



Japan ist ein Land der Gegensätze. Auf der einen Seite Industrienation mit Großunternehmen wie Toyota, Fuji oder Toshiba, auf der anderen Seite ein an Traditionen gebundenes Land, in dem Familie und Religion eine große Rolle spielen. Japaner gelten als fleißig und schätzen die Geborgenheit der Familie. Das Streben nach Harmonie spiegelt sich im heimischen Umfeld wieder. 

Um einen Eindruck über die Lebensart dieser Asiaten zu gewinnen, besuchten Schüler/innen der 8. Jahrgangsstufe der AES am 5.5.2010 das Japan-Haus in Düsseldorf-Niederkassel. Zusammen mit den Lehrern Herr Biesemann und Herr Streibert machten wir uns gegen 9.30 Uhr mit der S-Bahn auf den Weg nach Düsseldorf.

Schon die Bauweise des Gebäudes unterscheidet sich deutlich von der europäischer Bauten. Das Dach ist leicht nach oben gebogen und verziert, die Wände aus weiß gestrichenem Holz, ähnlich einem Fachwerkhaus. Die Türen sind Schiebetüren. 

Als wir das Haus betraten wurden wir aufgefordert, unsere Jacken und Schuhe, sowie unsere Taschen im Eingangsbereich zurückzulassen. Japaner betreten Häuser nie mit Schuhen.

Der Fußboden bestand aus Strohmatten, „Tatami“ genannt. Es ist üblich, dass das Haus nicht in einzelne Zimmer unterteilt ist, sondern ein großer Raum mehrere Funktionen hat: Schlafraum, Wohnraum und Esszimmer. Schiebetüren können für räumliche Trennung sorgen. Schon beim Bau des Hauses werden Schränke fest eingebaut. Als Dekoration dienen Tuschbilder mit Schriftzeichen oder auch Blumengestecke, sogenannte „Ikebana“. Der Schlafplatz ist ein „Futon“. Samurai-Schwerter, Keramikgefäße und Puppen schmücken den Raum. Der niedrige Tisch zentral im Raum ist sowohl Ess- als auch Schreibtisch. Man nimmt auf dem Boden Platz.  

Nachdem uns einiges über Kultur und Tradition erzählt worden war, wurden wir noch in den EKO Tempel gebeten. Dieser Shin-buddhistische Tempel ist einzigartig in Europa. Die Grundfarbe des Tempels ist Gold. Die Farbe symbolisiert Beständigkeit und unendliches Licht. Der Tempel enthält einen Hauptaltar und zwei Nebenaltären.

Buddha wird stets nur ein einziges Mal und zwar in stehender Form dargestellt. Das bedeutet: Buddha kommt auf den Menschen zu. Klangschalen rufen zum Gebet und eröffnen die Andacht. Auf den Schiebetüren des Raumes sind Bilder des Buddhistischen Paradieses. Pfauenvögel führen die Toten ins Totenreich.

Zum Abschluss gingen wir noch nach draußen. Mit viel Liebe zum Detail wurde ein typischer japanischer Garten angelegt. HARMONIE spiegelt sich überall wieder. Ausgesuchte Bäume und Sträucher, ein kleiner Glockenturm, dessen Glocke zu Neujahr geläutet wird, ein kleiner Teich und Brücken lassen uns staunen. Japaner benutzen die Wege, die Wiese wird nicht betreten. 


Nachdem wir uns alles angesehen hatten, machten wir uns auf den Rückweg nach Essen.
Wir danken Herrn Biesemann und Herrn Streibert für einen tollen Ausflug.

Nina Rudawski, 8b




Veröffentlicht am:
16.05.2010