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Lampenfieber inklusive

Selbstvertrauen stärken - Kinder lernen Zirkus

Brillhelm Tell„Brillhelm Tell“ ist mit den Nerven am Ende. Sein Sohn, dem der Clown mit der Riesenbrille eine Banane vom Kopf schießen will, schält sie und isst sie ungerührt auf. Ebenso der Lehrer der Clownschule, dessen Schüler seine Anweisungen zu wörtlich nehmen. „Wollt ihr mich auf den Arm nehmen?“ fragt er, und da tragen sie ihn kurzerhand auf den Armen von der Bühne. Diese Clownerien gehören zum Zirkus, den an diesem Morgen die Fünftklässler der AES veranstalten. Gefördert von der Stiftung Mercator zeigen sie, was sie während eines einwöchigen Projekts gelernt haben.



Akrobatik Dank an die Eltern

Clownschule

Vordergründig geht es um Artistik, Jonglage, Zauberei und Komik. Doch es geht um weitaus mehr. Die private Stiftung Mercator mit Sitz in Essen ist Initiator und Förderer der Mercator-Zirkusschule, die neben Selbstvertrauen in besonderer Weise soziale Eigenschaften stärken will. Vier AES-Lehrer ließen sich zunächst in Sachen Zirkus fit machen, ehe sie gemeinsam mit den Eltern Rolf Kramer (Probenarbeit), Karen Tenta und Barbara Petersen (Kostüme) und Schülern das Manegen-ABC in die Praxis umsetzten. Dabei musste jeder Akteur Verantwortung für das Ganze übernehmen, mussten Unstimmigkeiten zurückstehen, denn am Fuß der Pyramide heißt es, jeden zu tragen, selbst wenn er nicht gerade der allerbeste Freund ist. 

Feuerzauber

Und so gelang das gemeinsame Ergebnis. Vor vollen Stuhlreihen spulten die Zirkusleute ein buntes, kurzweiliges Programm ab, als hätten sie nie etwas anderes getan. Licht, Musik und Aktion mit Feuerzauber wurden zu einer gekonnten Darstellung, die das Publikum und auch Projektkoordinatorin Kerstin Stuhr begeisterte: „Lehrer, die vorher selbst noch ungeübt waren, haben so viele Elemente aus der Fortbildung mitgenommen und an die Kinder weitergegeben. Und der Gewinn an Selbstbewusstsein! Da war keiner mehr, der ängstlich wirkte oder sich geschämt hat.“

Die Wahrsagerin Jonglage

Jonglage

Das ist gut so, denn die Kinder profitieren davon für ihr Leben. Und außerdem müssen die Zirkusleute noch mal ran: Nach weiteren schulinternen Vorstellungen zeigen die jungen AES-Artisten am 19. Juni zusammen mit 100 anderen Essener Schülern im Revierpark Nienhausen, was sie gelernt haben. Erwartet werden im dortigen großen Zirkuszelt rund 400 Zuschauer. Das Gefühl des Erfolgs ist ihnen garantiert, Lampenfieber inklusive. 

Finale

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
04.05.2010