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Antwort vom Außenminister

Projekt „Promi-Kultur 2010“

Prominente sind Teil unseres kulturellen Lebens. In überwiegender Zahl bereichern sie es durch ihre Beiträge, geben Impulse, setzen Farbtupfer oder bewegen gar Entscheidendes. Wie sie selber Kultur und deren Bedeutung sehen, diese Fragestellung regte das Kulturhauptstadtbüro für das Schulprojekt „Promi-Kultur“ an.

Der 10mk-Kurs der AES formulierte einen Brief und schrieb unter anderen an: Viva-Moderatorin Gülcan Kamps, Schalke-Torhüter Manuel Neuer, Außenminister Guido Westerwelle, Schauspieler Jürgen Vogel, Schauspielerin Annette Frier und Comedian Simon Gosejohann. Der Kurs wollte wissen: Was ist Kultur und warum braucht man sie? Bisher sind drei Antworten eingegangen.

Annette Frier ließ absagen. Sie habe „aufgrund von Dreharbeiten und Presseauftritten zur Zeit einen sehr engen Zeitplan“ verlautete ihr „publicity assistant“.

Konkret wurde Simon Gosejohann. Er habe bei dem Begriff „Kultur“ als Jugendlicher nur Langeweile empfunden. Er wollte „anders“ sein und machte als Mitglied der Subkultur alles anders, glaubte er. Bis er ein Aha-Erlebnis hatte. „Und so schloss ich Freundschaft mit dem Wort Kultur, denn ich merkte: Ich hatte sie die ganze Zeit gefeiert.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle schrieb: „Für mich persönlich ist Kultur wie eine Insel im Alltag. Ein interessantes Bild, eine spannende Skulptur oder ein schönes Lied können den Kopf frei machen und die Gedanken anregen. Kultur ist aber nicht nur etwas, das wir gern genießen, sondern Kultur beeinflusst uns auch, und zwar im Sinne unserer Vorstellung eines freien und selbstständigen Menschen.“ Anschließend erläuterte er die kulturellen Aufgaben und Verpflichtungen, die er bei der Außenpolitik sieht.

Was Kultur genau ist, ließ sich demnach nicht erfahren. Es scheint also einfacher zu sein zu sagen, wozu wir sie brauchen, als Kultur zu definieren. Immerhin haben die Schüler zwei sehr unterschiedliche Blickwinkel erhalten, so verschieden, wie sie im Selbstverständnis einer lebendigen Kultur durchaus sein dürfen.

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
19.04.2010