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Einsteins magischer Zirkus

Vom  26. bis  30. April  2010 wird die 5C der AES ein ZIRKUS-Projekt besonderer Art, gefördert von der Mercator-Stiftung, veranstalten:

 

Innerhalb einer Woche werden 31  Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Herr Halder, Frau Smid, Herr Hildebrand und unter Mitwirkung von Eltern ein abwechslungsreiches Programm gestalten, das sie in einer Vorstellung am Freitag, den 30.4.2010, in der Aula der AES und am Samstag, den 19.6.2010 im großen Zirkuszelt im Revierpark Nienhausen präsentieren. 

Unsere Kinder lernen in dieser ganz besonderen Atmosphäre nicht nur grundlegende Zirkus-Techniken wie

Sie erkennen ihre eigenen Stärken, gewinnen Selbstvertrauen und entwickeln  Teamgeist

Sie entdecken ihre persönlichen Talente, freuen sich über erbrachte Leistung, spüren Erfolge und Anerkennung, können aufeinander vertrauen.

Qualitäten, die ihnen eine optimistische Perspektive für die ZUKUNFT eröffnen.

Unser Zirkus-Projekt vermittelt Zusammenarbeit und Gewaltlosigkeit über alle sprachlichen und kulturellen Grenzen hinweg, ganz im Sinne unseres Schwerpunkts Kulturelle Bildung im Schulprogramm: „Toleranz und Auseinandersetzung im Zusammenleben mit anderen“. 

Der sinnliche Erfahrungsbereich von Mitmach-Zirkus trägt in Erweiterung unseres erlebnis-pädagogischen Angebots zur Stärkung der Klassengemeinschaft und des Teamgeistes bei. Über die Schulgrenzen hinweg schult er die Kooperationsfähigkeit nicht nur durch eine gemeinsame Abschluss-Vorstellung im Revierpark Nienhausen, sondern auch durch die weitere Zusam-menarbeit mit anderen Schulen im Ruhrgebiet.

Spüren auch Sie Magie und Poesie dieser bunten Zirkuswelt ! Erfreuen Sie sich mit uns an leuchtenden Kinderaugen, wenn es im Kultur-Hauptstadt-Jahr 2010 heißt:
Einsteins Magischer CirCus.


Burghard Hildebrand

So läuft die Zirkuswoche in der AES ab:

Einsteins Magischer Circus TAG 1-7

EMC 1 Montag, Erster Kontakt
Um 8:15 Uhr treffen sich alle. Die ZirkuslehrerInnen stellen den Schülern Manegenhaltung sowie einige Übungen und Techniken vor, die im Rahmen einer Woche erlernbar scheinen und mit denen eine Zirkusvorstellung gestaltet werden kann: Akrobatik, Clowns, Magie. Dann können alle sich an Zirkusrequisiten erproben und prüfen, in welchem Schwerpunkt sie sich einbringen wollen: Jonglage mit Tüchern, Bällen, Diabolos, Pois, Ringen, Tellern, devil-sticks, rope-skipping, Einrad, …  

Die LehrerInnen stehen bereit, um auf einzelne Fragen einzugehen und Entscheidungshilfen zu geben. Da Zirkusrequisiten sehr teuer sind und Mißbrauch auch zu Unfällen führen kann, herrscht eine strenge Disziplin.

Bis zum Mittag üben dann alle in ihrer bevorzugten Gruppe.

EMC 2 Dienstag, Die eigene Technik
Die SchülerInnen legen sich jetzt auf ein Zirkusfach fest. Angesichts der vielen verschiedenen reizvollen Möglichkeiten fällt es manchen schwer, sich endgültig zu entscheiden. Es kommt darauf an, die besonderen Fähigkeiten der Kinder aufzugreifen und diese zu entwickeln, ohne die jungen Künstler zu überfordern.

Ausgehend von den vorhandenen Fähigkeiten entwickeln sich Formen und Abläufe einzelner Übungen, die zu Programmpunkten einer Zirkusvorstellung zusammengefasst werden. Die Struktur einer Vorstellung zeichnet sich ab. Lohn vieler Mißerfolge, Stürze und Fehler der SchülerInnen sind gegen Mittag erste Fortschritte. Langsam kann jeder seinen Beitrag für das gemeinsame Projekt "Zirkus" erkennen.

EMC 3 Mittwoch, Intensives Training
Die einzelnen Fachgruppen stellen ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Jetzt, da die Grundfertigkeiten bekannt sind, entwickelt sich der Wunsch nach Perfektion. Gegen Fehlschläge und Enttäuschungen hilft Mut machen und gezielte Unterstützung für die angehenden Zirkusartisten. Zu wissen, dass die Freunde und Partner den Auftritt jedes Einzelnen begleiten und stützen, ist meist die wichtigste Hilfe.

Gegen Mittag finden erste Übungen im Kostüm und zu Musik statt. Immer mehr werden die SchülerInnen zu Zirkusartisten. Für die Clowns beginnt jetzt ein intensives Üben mit Schminke und Riesenlatschen. Wie rennt man, ohne ständig über diese Dinger zu stolpern? Wie lernt man absichtliches Stolpern?

Selbst in den Pausen bleibt jetzt bei vielen die Spannung erhalten. Gezielt werden spezielle Übungen zur Entspannung eingesetzt, um Überforderung zu verhindern.

EMC 4 Donnerstag, Durchlaufprobe
Da jetzt jeder seine einzelnen Übungen beherrscht, können diese zu einem "Präsentationsbereich", einer "Zirkusnummer" zusammengefaßt werden. Hinzu kommt die Struktur mit Musik, der Ablauf wird eingeübt. Unter "Vorstellungsbedingungen" wird weiter geprobt.

Mehr und mehr werden die SchülerInnen sich ihrer Fähigkeiten bewußt. Mehr und mehr übernehmen sie selber die Initiative, proben selbständig und geben sich untereinander Hilfestellung.

Erfahrungsgemäß bringt dieser Übungstag bei allen Akrobaten einen großen Fortschritt, nicht nur in Bezug auf das eigene Zutrauen und die Sicherheit in den übernommenen Rollen.

Auch Differenzen zwischen einzelnen Schülergruppen lösen sich bzw. werden unwichtig angesichts des nahen, gemeinsamen Zieles.

Dieser Tag endet mit der Generalprobe.

EMC 5 Freitag, 1. Vorstellung
Die Atmosphäre auf der Bühne, Manege, Musik, Licht und die Notwendigkeit, erstmals möglichst fehlerfrei eine gesamte Zirkusaufführung zu bestreiten, sorgt für Lampenfieber bei allen Künstlern.

Der strenge Ablauf der Vorführung verstärkt die Ernsthaftigkeit. Jeder gibt sein Bestes. Neben dem Stolz derjenigen, die Ihre Übung erfolgreich zeigen konnten, gilt es, diejenigen gezielt zu unterstützen, die gescheitert sind. So lange, bis jeder seinen Erfolg hat und bei allen die Zuversicht aufkomt, eine richtige Zirkusaufführung bestreiten zu können.

Gespannt, aufgeregt aber auch erwartungsvoll und einigermaßen selbstsicher sehen die SchülerInnen der Premiere und den Vorstellungen im kommenden Monat entgegen.

EMC 6 Samstag, Zelt-Premiere
Mit dem Einzug der an die 130 jungen Artisten beginnt die gemeinsame Vorstellung mit den anderen Schulen vor etwa 400 Zuschauern im Revierpark Nienhausen. Eltern und Freunde sind da, vor ihnen können sie zeigen, was sie gelernt haben. Das Programm läuft reibungslos, da jeder jederzeit gefordert ist, besteht kaum Zeit für Lampenfieber. Wenn eine Übung nicht auf Anhieb gelingt, wird sie in diesem Zirkus einfach wiederholt. Damit wird der Erfolg aller möglich.

Doch beim Finale ist dennoch im Lachen und Winken der Artisten aber auch im Klatschen und Rufen der Zuschauer neben Freude auch Erleichterung zu spüren.

Manche der Schüler und Schülerinnen merken zum erstenmal, dass intensive Anstrengung der Preis für dieses Gefühl des Erfolges ist.

EMC 7 Sonntag, Abschluss-Vorstellung
Noch einmal gibt „Circus mercatori“ eine Vorstellung. Noch einmal erleben die Kinder und Jugendlichen aller teilnehmenden Schulen Lampenfieber, Spannung, Konzentration beim Auftritt und die Erleichterung im Finale.

Dann ist unwiderruflich Schluß.

Aber so schwer sich Kinder und Jugendliche mit einem "Ende" tun, so selbstverständlich stellen sie jedesmal die Frage: "Machen wir im nächsten Jahr wieder Zirkus?"

Burghard Hildebrand




Veröffentlicht am:
19.04.2010