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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Heimatkunde der gruseligen Art

Schauriger Vorlesemorgen im Blücherturm


Hexen, Kobolde und Gespenster am Blücherturm.


Die letzten Morgennebel waberten noch um die uralten Mauern des Rellinghauser Blücherturms, da hallte schaurig ein Ruf aus fünfzig Kinderkehlen: „Gundula, bist Du da?“ Eine echte Geisterbeschwörung zu Halloween, veranstaltet von der AES für die Viertklässler der Ardeyschule. Gesucht wurde die Turmhexe. „Gundula, Besuch ist da!“ Aber Gundula meldete sich nicht, stattdessen ließ sie einen Requisitenkorb von der Treppe stürzen. Ein Zeichen, dass es Geister gibt? Wer weiß!?

Elke Siepmann war bereits zum zweiten Mal auf Spurensuche gegangen und hatte mit ihrer 6b der AES Sagen und Märchen aus dem alten Essener Stadtteil aufgestöbert und szenisch eingeprobt, um dann die Grundschulkinder mit gruseligen Einladungsbriefen in das alte Gemäuer zu locken. Beide Klassen schrieben zurück „danke für Eure schaurige Einladung“ und nahmen an.


Tessa Meike und Sofie erzählen die Geschichte von der Mühlenhexe aus dem Walpurgistal


Rafael in der Maske des Genies Albert Einstein führte mit seiner Lehrerin gekonnt durch die Matinee. Ex-Bezirksvertreter Hermann-Joseph Lenze hatte den Blücherturm als perfekte Kulisse zur Verfügung gestellt und ergänzte die Gruselgeschichten um manches Detail. So berichtete er im Interview von rund 30 Männern und Frauen, die auf der Richtstätte an der heutigen Schillerwiese nach einem Hexenprozess den Scheiterhaufen besteigen mussten.


Elke Siepmann in teuflischer Aktion.


Alle Geschichten, vorgetragen von den Realschülern, rankten sich um die Rellinghauser Dorfgeschichte mit ihren Hexenprozessen und der Hexentaufe. Da gab es die Mühlenhexe im Walpurgistal, das Stollengespenst unter dem Hellweg-Baumarkt und der Höllenpforte am Stiepelturm. Zu jedem einzelnen Vortrag trugen die Jungen und Mädchen die passenden Kostüme. Und dann war er plötzlich da – der leibhaftige Teufel mit roten Zotteln und schwarzer Fratze und tobte durch den alten Gerichtsturm. Und als er wieder verschwunden war, hatte seine Höllenhitze den alten Turm um einige Grad erwärmt.


Celine und Matthias berichten vom Stollengespenst unter dem Baumarkt.


Sogar in einer Realschule kann es spuken, wie die Geschichte vom Kobold Scheelefitz erzählt. Sie ist nämlich auf alten Grundmauern errichtet, in denen es nicht geheuer war. So konnten die Nachbarn der damals noch neuen Schule es nachts im Fahrradkeller jammern und poltern hören. Die Verwüstungen, die am Morgen darauf zu sehen waren, schrieb man dem Kobold zu. Ein pfiffiger Schüler, der ihm nachts zu Leibe rücken wollte, fand aber nichts als ein kleines Pfeifchen. Er war nämlich eingeschlafen und hatte den Auftritt des ungebetenen Gastes verpasst. Dieses Pfeifchen wird noch heute im Tresor der AES aufbewahrt und dient als Beweisstück für die Kraft des Schlafes nicht nur bei Schülern.


Alex von der AES interviewt Hermann-Josef Lenze


Die Grundschüler bedankten sich bei Hermann-Josef Lenze mit einer kleinen Hexe, die einstimmig „Amanda“ getauft wurde und bei den Mitwirkenden der Klasse 6b mit einem großen Paket Süßigkeiten, das grässlichen und klebrigen Beifall fand. 

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
02.11.2009