Unser Logo Unsere Schule Unser Hundertwasser-Flur Stadtwaldfest Skifreizeit in Mittenwald Jedem Kind sein Instrument Freiarbeit nach Montessori Fußballturnier
Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Die 10b in der Toskana

Die 10b unter der Sonne Italiens - Toskana 2009 - Die Abschlussfahrt der 10b



Unser  1. Tag
Kurz vor 12 Uhr kamen wir endlich nach der elend langen Busfahrt an unserem Bungalowplatz „Camping Village Free Time“ in Italien an. Die Temperatur hatte angenehm zugenommen und eine freudige, wenn jedoch leicht erschöpfte Stimmung hatte sich bei uns ausgebreitet. Es trennte uns nur noch die Schranke am Empfang von unseren Bungalows, als wir unerwartet feststellen mussten, dass man uns erst einen Tag später erwartet hatte und so die Häuschen noch nicht zur unserer Verfügung standen. Doch es gelang Herrn Schäffer dafür zu sorgen, dass unsere Häuser zwischen 14 und 16 Uhr hergerichtet wurden und wir unsere Quartiere beziehen konnten. Um bis dahin die Zeit zu vertreiben, machte sich ein Teil der Klasse etwas müde zum Strand auf, um schwimmen zu gehen. 



Der andere Teil kundschaftete die Anlage aus und machte es sich bei etwas Musik im Schatten einiger Bäume auf dem Busparkplatz bequem. 
Gegen 13 Uhr trudelte der Strandtrupp wieder auf dem Campingplatz ein und zwei aus der Gruppe zeigten uns böse Verbrennungen, die sie durch den Kontakt mit Quallen erlitten hatten. Weil nun keiner mehr im Meer schwimmen wollte, machte der Großteil von uns den Pool unter Aufsicht von Herr Schäffer unsicher. 


 


Die anderen kamen, so wie ich, nicht an ihre Schwimmsachen, weil das Gepäck noch im Bus war und mussten den Schwimmern zusehen oder ruhten sich einfach ein wenig aus.
Gegen 14 Uhr bezogen dann die Ersten ihre Betten in ihrem Bungalow und packten ihre Sachen aus.  Bis zum Abendessen hatte sich jeder irgendwie die Zeit vertrieben. Die meisten spielten Karten, hörten Musik oder erkundigten die Anlage.
Nach dem Abendessen, das aus Nudeln, Brot, etwas Fleisch und Wasser bestand, gingen wir zum Strand. Es war bereits dunkel. So machten wir eine Art Nachtwanderung durch den schönen Pinienwald.


 
Am Strand angekommen entzündete Frau Neugebauer ein paar Kerzen, die uns als Lagerfeuer dienten und besprachen gemeinsam die folgenden Tage der Klassenfahrt.

Unser 2. Tag
Nach dem dürftigen Frühstück machten wir uns mit dem Reisebus auf zum Supermarkt, um dort Vorräte und benötigte Dinge einzukaufen. Denn in unserem Campkiosk kosteten vier Rollen Toilettenpapier allein schon ca. 5 €.
Nach dem Einkauf fuhren wir zu dem Ort Populonia, der an der schönen toskanischen Küste gelegen ist. Hier setzten sich die meisten an den feinen Sandstrand oder in den Schatten nahegelegener Baumgruppen, um dort zu Mittag oder Eis zu essen.
Ein paar machten sich trotz Hitze auf, um alte etruskische Tumuli-Gräber zu entdecken und nach dem Anstieg die schöne Aussicht zu genießen.


 

 
Zurück in der Anlage war Poolzeit angesagt, jedoch waren jetzt auch andere Schüler in der Anlage eingetroffen. Beispielsweise eine Hauptschule aus Berlin und weitere, mit denen einige von uns Kontakt knüpften. Der Tag endete diesmal mit Thunfisch überbackenen Nudeln und einem Schnitzel.

Unser 3. Tag
Unser heutiges Ziel war die Stadt Florenz. So machten wir uns direkt nach dem Frühstück mit dem Reisebus auf den Weg. In Florenz angekommen, bildeten wir mehrere Gruppen und konnten die Stadt den ganzen Tag auf eigene Faust erkunden. 


 
Es war ein umwerfendes, fast erdrückendes Gefühl. Zwischen den aufwändigen Bauwerken und Kirchen der Stadt tummelten sich unzählige Menschenmassen. Es war ein ungewohntes hohes Aufkommen an Verkehr, man könnte es fast als kleines Chaos bezeichnen. Die Massen an dreisten Autofahrern wurden nur noch von unzähligen Rollerfahrern übertroffen, was zusammen ein unübersichtliches Gewimmel ergab. Selbst in den Fußgängerzonen der Stadt lagen ellenlange Roller- und Fahrradparkplätze, die bis auf den letzten freien Stellplatz überfüllt waren. Die Autos parkten meist so dicht aneinander, dass zwischen den Stoßstangen nicht mal eine Hand breit Platz war. So ist es auch kein Wunder, dass fast alle Autos, bis auf wenige Ausnahmen, viele Beulen, Dellen und eingedrückte Motorhauben oder Kofferräume hatten.
Manche unserer Gruppe konnten trotz Gewusel in den meisten Straßen die wunderschönen, alten Bauwerke und Statuen bewundern, die fast überall nicht zu übersehen waren. 



In den schmalen Geschäftsschneisen und Kirchplätzen tummelten sich hunderte Portrait- und Karikaturzeichner, sowie überwältigend viele Händler und Verkaufsstände, die alle darauf hofften, bei dem hohen Touristenaufkommen ihr großes Geschäft zu machen.
Gegen Ende des Tages trafen wir uns wieder gemeinsam am Busparkplatz, wo sich ebenfalls Händler aufhielten, um uns Poster, Bilder und Schmuck zu verkaufen. Wir ließen uns einige Zeit von ihnen unterhalten, bis schließlich der Bus uns zurück zum Camp fuhr.

Unser 4. Tag
Der vierte Tag begann wie immer mit Miniaturbrötchen und Marmelade. Danach ging es mit dem Reisebus zum Wochenmarkt. Dieser erinnerte an einen überdimensionalen Trödelmarkt, der sich durch die halbe Kleinstadt zog. Wir wurden von den Menschenmassen hindurchgeschoben, sodass man kaum die Möglichkeit hatte, sich etwas genauer anzusehen. Zudem war die Gefahr bestohlen zu werden sehr groß, darum blieb unsere Gruppe zusammen. Die vielen Stände und die Verkaufskulisse mit den vielen Menschen in den engen Straßen übertraf das Gedränge in Florenz noch um einiges.
Zur Mittagszeit wurde sich größtenteils in der Anlage, besonders am Pool aufgehalten. Der ein oder andere begann bereits mit dem Kofferpacken. Der Abend wurde wieder mit Nudeln (diesmal mit Pilzen oder Tomatensoße), etwas Hühnchen und einem kleinen Dessert eingeleitet.

Abends ging es gemeinsam zum Strand, um den letzten Abend zu beschließen. Dort entzündete Herr Schäffer ein recht kleines aber behagliches Lagerfeuer. 



Es wurde eine Gesprächsrunde eingeleitet, in der jeder zu Wort kam und die positiven oder negativen Dinge der zu Ende gehenden Klassenfahrt nennen durfte. Auffallend war, dass sich in unserer Klasse zum ersten Mal eine richtige Gemeinschaft gebildet hatte, was von sehr vielen positiv empfunden wurde. Es wurden noch viele andere schöne Dinge genannt, wie das Verhältnis zu Herrn Schäffer, den Pool der Campanlage und das super Wetter. Als negativ wurden die Brandmale der beiden Quallenopfer und das schlechte Abendessen genannt, weswegen nachmittags oft selbst (freiwillig und richtig gut!) gekocht wurde. So endete unser vierter Tag in einer geselligen Runde am Strand.

Unser 5. Tag
Der Morgen begann ein letztes Mal mit Marmelade, Tee und Kaffe. Danach hatten wir keine festen Pläne mehr. Ein paar von uns machten am Vormittag eine spontane Fahrradtour mit geliehenen Rädern, die anderen genossen die letzten Minuten am Pool oder packten ihre Koffer zu Ende. 



Gegen Mittag räumten wir unsere Häuser und bekamen die volle Kaution von 200 € zurück, weil nichts zu Bruch gegangen war. Danach fanden wir uns im Bus wieder und begannen den Rückweg nach Hause.

Nachtreffen zum Feedback
Wieder daheim angekommen trafen wir uns am 6. Tag alle zu einem gemeinsamen Frühstück in einem Schrebergarten einer Mitschülerin. 




 
Hier konnten wir uns auf die gelungene Klassenfahrt zurückbesinnen, uns ein wenig über die letzten Tage unterhalten und dem nicht mitgefahrenen Schüler alles bei Kaffee, Kakao, Brötchen und Joghurt berichten.
Anschließend ging jeder von uns froh gestimmt in die Ferien.
 

Marvin Zimmermann, 10b




Veröffentlicht am:
02.11.2009