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Albert-Einstein-Realschule      Offener Ganztag - individuell gestaltet

Abwrackprämie doppelt genutzt

Der Lehrerin das Auto angemalt

Am 24.09.2009 auch in der  - Süd als "Ein ganz schön farbiges Ende" veröffentlicht.

Einfach mal der Lehrerin das Auto gelb streichen, das wär’s doch, oder? Na klar, und die hat noch nicht mal was dagegen, sie hat die Schüler sogar dazu angestiftet. Wo gibt’s denn so was? An der Rellinghauser Albert-Einstein-Realschule (AES).

Jeden Morgen kam Kunstlehrerin Inga Neugebauer bislang mit einem kleinen weißen Auto mit japanischem Migrationshintergrund zur Schule. Doch nun strahlt der Kleine in den typischen Hippiefarben Rot, Gelb und Orange. Geburtshelfer der Idee war die Abwrackprämie: Der kleine Japaner war in die Jahre gekommen, sein Ende war besiegelt, aber er sollte noch einmal Wärme und Freundlichkeit genießen. Genau das war nämlich gerade Thema in Inga Neugebauers 7er-Kunstkurs. Und so konnten Schülerinnen und Schüler gleich die fröhliche Wirkung von warmen Farben am „lebenden Objekt“ ausprobieren und erfahren. In drei mal 45 Minuten hatten sie die Aufgabe bewältigt und das leuchtende Weiß mit abstrakten rot-gelben Formen bedeckt.

Fabienne, eine der Malerinnen, zeigten sich begeistert: „Es war eine Überraschung für uns. Wir wurden nur zum Parkplatz bestellt und dann ging’s sofort los. Ich habe die linke Vordertür mit Streifen bemalt.“ Für sie könnte der Kunstunterricht öfters so ablaufen: „Ich fand’s toll, es war mal was ganz anderes.“

In vierzehn Tagen, wenn’s dann zur Schrottpresse geht, wird es bei der jungen Lehrerin trotz aller Farbigkeit keinen Jubel geben, auch wenn der Neue dann schon wartet. Inga Neugebauer: „Ich werde sehr traurig sein. Er hat mir so lange die Treue gehalten und war nie kaputt.“ Deshalb hat sie ihrem treuen Freund auch einen letzten Gruß mit auf den Weg gegeben. „Danke, liebes Auto“, prangt in großen Lettern auf der Rückseite. Siehe auch Erstbericht mit Fotos der traurigen Autobesitzerin >>

Michael Rausch




Veröffentlicht am:
11.09.2009