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Welcher Beruf ist der richtige?

Kompetenzcheck für AES-Schüler


Julian und seine Mutter im Auswertungsgespräch. Er will einen Beruf in der Chemiebranche ergreifen.

„Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ lautet der Titel eines aktuellen philosophischen Bestsellers. Zumindest den ersten Teil dieser Frage können jetzt an der AES die Schüler der neunten Klassen schlüssig für sich beantworten. Sie haben einen eintägigen Kompetenzcheck hinter sich und kennen sich und ihr Profil nun besser als vorher. Ziel der Aktion: Die AES bereitet ihre Schüler optimal auf das Berufsleben vor und hilft ihnen, ihren Weg zu finden. Durchgeführt hat die Tests die privatwirtschaftliche Beratungsfirma HRmatic aus Köln, finanziert wurde die Aktion von der Bundesagentur für Arbeit unter dem etwas sperrigen Titel „Kompetenzfeststellungsverfahren zur vertieften Berufswahlorientierung“.


Der Mathetest war nicht für alle ganz leicht. Manche stießen an ihre Grenzen.

Leicht waren sie nicht, die sechs Tests, in denen unter anderem Persönlichkeitsstruktur, Kooperations-fähigkeit, Interessen und Intelligenz auf den Prüfstand kamen. Besonders die Konzentration der Schüler wurde auf eine harte Probe gestellt. Julian: „Es war anstrengend, sich über so lange Zeit zu konzentrieren.“ Aber seine Mühe hat sich gelohnt. „Ich kann mit dem Ergebnis zufrieden sein. Die in der Laufbahnberatung vorge-schlagenen Berufe passten genau zu meinem Selbstbild.“ Julian ist der naturwissenschaftliche Typ. Er hatte bereits einen Beruf in der Chemiebranche geplant und wurde nun in seiner Entscheidung bestätigt.
Manche Mitschüler erlebten allerdings eine Überraschung, manche stießen an Grenzen. Lukas: „Ich habe gesehen, dass ich auch Schwächen habe, von denen ich nichts wusste.“ Und Raphael ist froh, „dass mir Berufe gezeigt wurden, an die ich noch gar nicht gedacht habe.“ Jasmin empfand einen erhöhten Zeitdruck, fand aber gut „zu lernen, wie man eine Selbstpräsentation richtig vorträgt und welche Punkte dabei genannt werden sollten.“ Nele fühlt sich bestätigt. Sie begrüßt, „dass die Auswertung meine Erwartungen positiv verstärkt hat.“


Volle Konzentration forderten alle Tests beim Kompetenzcheck.

Auch bei der Elternschaft kam die Aktion gut an. Sie war an einem Informationsabend ins Boot geholt worden und begrüßt die Chance professioneller Beratung. So waren dann auch die meisten Eltern bei den anschließenden Auswertungsgesprä-chen mit anwesend. Die erhobenen Daten wurden nur ihnen und ihren Kindern mitgeteilt und werden nach einer festgesetzten Frist gelöscht.
Thomas Beck, Unternehmens- und Personalberater bei HRmatic und mit der Durchführung des Projekts betraut, lobt die gute Organisation und die positiven Arbeitsmöglichkeiten an der AES. „Die Schüler haben die Bedeutung des Checks erkannt und sehr gut mitgearbeitet.“ Der Beratungsprofi unterstreicht: „Wir machen keine Berufsberatung, sondern wollen, dass die Schüler selbst Ideen entwickeln und recherchieren.“ So sieht es auch Julian: „Der Kompetenzcheck ist eine gute Hilfe, auch für Unentschlossene.“
Einige Schüler regten an, den Check später zu wiederholen, um Entwicklungen feststellen zu können. „Eine gute Idee“, findet auch Thomas Beck. Allerdings stelle das wohl die meisten Schulen vor unlösbare Finanzierungsprobleme.

Michael Rausch

  
 



Veröffentlicht am:
03.09.2009