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Ausflug nach Bonn


Churchill, Roosevelt und Stalin – erinnern im Haus der Geschichte als Pappkameraden an die Besatzungszeit.

Reiseziel: Bonn Hardthöhe, das Verteidigungsministerium. Die Klassen 9b und c in Begleitung von Frau Bonzel und Frau Derichs probten dort aber nicht den Ernstfall, sondern erfuhren von Jugendoffizier Hauptmann Christian Köppen Grundsätzl-iches über Aufgaben und Aufbau der Bundeswehr. So gehört nämlich zu ihren Aufgaben auch ein staatsbürgerlicher Bildungs-auftrag. Der Wandel vom Bild des Soldaten hin zum „Staatsbürger in Uniform“ wurde sinnfällig am Beispiel der Eidesformel durch die Jahrzehnte. Highlight war für viele Schüler der Bericht von Jugendoffizier Hauptmann Michael Lauko über seinen fünfmonatigen Einsatz in Afgha-nistan. Er berichtete über das Leben im Lager, das widrige Klima und den Versuch, trotz der täglichen Bedrohungssituation die Menschen zu gewinnen.
Lernen macht hungrig, das weiß auch die Bundeswehr und deswegen lud sie anschließend in ihre Kantine zu leckeren Nudelgerichten, um den Beweis anzutreten, dass militärisch spartanische Küche längst der Vergangenheit angehört.
Anschließend ging es im Reisebus weiter zum Haus der Geschichte. Dort hat jede Klasse mit einem Museumsführer eine eineinhalbstündige Führung mitgemacht.


Das Haus der Geschichte in Bonn.

Hier wurde den AES-Schülern ein Durchgang beginnend bei der Geschichte ab 1945 präsentiert und durch die vielen anschaulichen Ausstel-lungsstücke greifbar gemacht. Vier Flaggen repräsentierten die vier Besatzungsmächte, der zum Salatsieb durchlöcherte Stahlhelm zeigte, wie sich die Menschen nach dem Krieg zu helfen wussten. Im virtuellen Kaufhaus erfuhren die Schüler, dass zu Wirtschaftswunderzeiten ein Fernseher 5000 DM kostete, rund acht Monatsgehälter. Und das Zündapp-Moped, das der 1 000 000. Gastarbeiter als Begrüßungsgeschenk erhielt, machte den Einstieg in eine komplett neue Epoche sichtbar.

Adenauers Dienstmercedes, Sigmund Jähns Kosmonautenanzug, der Todesstreifen der innerdeutschen Grenze, hitzige Bundestagsdebatten, ein Teil des „Rosinenbombers“, der während der Luftbrücke eingesetzt wurde, um Berlin zu unterstützen – all das führte den Schülern das Deutschland vor Augen, das für ihre Großeltern und Eltern noch lebendiger Alltag war. Gerne hätte die eine oder der andere noch mehr Zeit gehabt, um an einigen Stellen länger zu schauen, zu hören und anzufassen. Doch der Bus rollte schon wieder Richtung Ruhrgebiet, zum Glück ohne großen Stau.

Eva Derichs




Veröffentlicht am:
28.05.2009