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Bremsspur auf dem AES-Schulhof

Verkehrserziehung: „Achtung Auto“
Veröffentlicht als "Auch Fußgänger haben einen Anhalteweg" in  SÜD vom 22.05.2009



Dominik und Tristan machen eine Vollbremsung, Maike kontrolliert den Reaktionsweg und Hans-Joachim Ruhl behält den Überblick.


Julian, Tobias und Philip testen die Sitzerhöhungen.

Ronja rennt los. Aus dem Augenwinkel nimmt sie die Bewegung der Fahne wahr. „Halt“, schießt es ihr durch den Kopf und sie bleibt abrupt stehen. Doch vom Wahrnehmen des Fahnensignals bis zum Anhalten hat Ronja noch mindestens zwei Schritte gemacht. In einer realen Verkehrssituation vielleicht zwei Schritte zu viel.

Polizeioberkommissar Hans-Joachim Ruhl von der Direktion Verkehr schwenkt nicht nur die Fahne auf dem Schulhof der AES. Der Verkehrssicherheits-berater hat auch das nötige Hintergrundwissen für die ADAC-Aktion „Achtung Auto“ für die Fünftklässler parat: Anhalteweg = Reaktionsweg + Bremsweg. Diese Faustformel zeigt den Kindern, dass nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger einen Anhalteweg haben, den es zu berücksichtigen gilt. Und das hat nichts mit einer „langen Leitung“ zu tun, das ist völlig normal.

ADAC-Mitarbeiter Hans-Georg Tromm führte den Kindern mit dem Auto den Bremsweg bei 30 km/h vor. Ronja: „Das war ziemlich lang! Der Reaktionsweg betrug 8,33m, der Bremsweg 4,34m. Das macht…“ Na, das schaffen Fünftklässler im Kopf: Der Anhalteweg war 12,67 Meter lang.

Wichtig für die jungen Verkehrsteilnehmer war aber nicht nur das richtige Verhalten mit dem Auto, sondern auch darin. Das richtige Anschnallen ist laut Hans-Joachim Gruhl immer noch ein Problem. Nachfragen haben nämlich ergeben, dass viele Schüler falsch angeschnallt im Auto unterwegs sind. Wie gefährlich das ist, merkten die Kinder, als Hans-Georg Tromm zum Abschluss noch eine Notbremsung simulierte und „in die Eisen ging“. Alle Kinder waren sehr beeindruckt, welche Kräfte wirken und wie der Gurt sie halten kann. Lena, Ronjas Klassenkameradin: „Wenn man da keinen Gurt gehabt hätte, wäre man kreuz und quer durch das Auto geschleudert.“ Sie hat noch einen Tipp für alle Altersgenossen parat:“ Wenn der Gurt am Hals anliegt, nicht wegschieben, sondern eine Sitzerhöhung besorgen und benutzen! Immer!“

Ronja Wein / Lena Zirkel / Martin Streibert und Michael Rausch




Veröffentlicht am:
18.05.2009