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Riga - ein unvergessbares Erlebnis!

Foto: Nina TobiesIch habe ein Auslandsstipendinum in der Lettischen Hauptstadt Riga absolviert. Ermöglicht hat mir dies die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung durch ein Stipendium, wofür ich mich im November letzen Jahres beworben hatte. Zur Bewerbung gehörten ein tabellarischer Lebenslauf in Deutsch sowie in Englisch und ein dreiseitiger Aufsatz über den Beruf, den ich später mal ausüben möchte. Wenig später wurde ich zum Bewerbungs-gespräch eingeladen. Ich hatte erst Angst davor, etwas falsch zu machen. Doch durch die Vorbereitung mit meinen Lehrern und die Unterstützung von allen anderen hatte ich gar keinen Grund, Angst zu haben. 

Im Dezember 2008 erfuhr ich, dass ich angenommen wurde, wusste jedoch nicht, in welches Land es gehen sollte. Die Spannung stieg mit jedem Tag. Im März erfuhr ich endlich, wohin es gehen würde: In die Lettische Hauptstadt Riga. Ich war total gespannt, denn ich hätte echt nicht damit gerechnet nach Lettland zu kommen, da ich so selten mal was von Lettland gehört habe.
Aber als ich im Internet Bilder von Riga gegoogelt habe, freute ich mich total, dass die Stadt so schön ist. Riga liegt an der Ostsee und hat viele Flüsse und viele Parks. Rigas Altstadt ist im "Jugendstil" gebaut. Das bedeut, dass es schöne florale Ornamente und Verzierungen an den Fasaden gibt. 

Foto: Nina TobiesAm 30 März ging es um 6:25 Uhr los. Ich bekam heftiges Herzklopfen am Flughafen denn ich war seit jahren nicht mehr geflogen und noch nie allein. Am Flughafen lernte ich meine Mitstipendiatin Lija kennen und ich verstand mich mit ihr auf Anhieb sehr gut und ich war auch ein bisschen froh, nicht ganz alleine fliegen zu müssen.
Am Flughafen in Riga wurden wir herzlich von unserer Ansprechpartnerin und meiner Gastmutter begrüßt. Ein Fahrer der Firma brachte uns zu meiner Familie nach Hause und wir tranken einen Tee und besprachen den Ablauf und den Treffpunkt des nächsten Tages. Am Nachmittag holte mich meine 20-jährige "Gasttante" ab und zeigte mir ein bisschen von der Altstadt Rigas. Ich war sofort total beeindruckt, denn es war schöner als ich mir es vorgestellt hatte.
Am nächsten Tag lernte ich meinen Arbeitsplatz kennen. Erst wurde uns das Hauptbüro gezeigt und wir trafen unseren netten deutschen Chef Herrn Tumat. Uns wurde die internationale, die Personal- und die Chef-Abteilung gezeigt. Unsere erste Tätigkeit fand im Callcenter statt und wir hatten die Aufgabe, ein Geburtstagsbild aus Fotos auf einer Pinnwand herzustellen. In der ersten Woche waren wir im Bereich Abrechnung und Kundenkontakt eingesetzt. Es war sehr interessant. Das absolute Highlight der ersten Woche war der Besuch in der Schokoladenfabrik "Laima" und der Besuch in Rigas Zoo.
Foto: Nina TobiesNach der Arbeit unternahm ich immer etwas mit meiner Gastschwester oder meinen Gasteltern. Abends waren wir einmal in dem Ferienort Jurmala. Die kleine Stadt ist beeindruckend, denn dort stehen viele alte Holzhäuser die atemberaubend schön sind. Ich sah sogar welche die aussahen, wie kleine Schlösser mit kleinem Turm. Auch der Strand war sehr schön. Leider war es zu der Zeit ohne Jacke noch ein bisschen zu kalt, sonst hätte ich echtes "Sommerfeeling" bekommen! Mein Gastvater rief mich eines nachmittags an und fragte mich, ob ich nicht abends essen gehen wolle. Ich musste mich erst ein bisschen an die Spontanität der Letten gewöhnen. Abends fuhren wir dann in das traditionelle Lettische Restaurant "Lido". Leider durfte man im Gebäude keine Fotos machen aber ich fand es wunderschön! Das Essen war auch sehr lecker. Es gab mindestens 4 verschiedene Arten der Kartoffelzubereitung, viel Fisch und Fleisch sowie viele Salate. Ich wählte aus der bunten Auswahl eine große Ofenkartoffel mit Knoblauchsauce - sehr lecker!!! Es gab auch eine lettische Spezialität, die "Kalte Baltische Suppe", die aus Rote Beete und anderen nicht erkennbaren Gemüsen und Sahne besteht. Doch so mutig war ich dann doch nicht, dies zu bestellen.

Foto: Nina TobiesIn den folgenden Arbeitstagen musste ich in der Firma Ordner kopieren und Zählerstandkarten einscannen. Es war nicht die tollste Tätigkeit, aber es ist auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung, auch mal nur pimitive und einfache Dinge zu tun. In der dritten Woche durften wir bei den Arbeitern mitfahren und konnten sehen, wie Gasleitungen gelegt wurden oder in einem Wohnhaus Rohre repariert wurden.

Ein weiteres Highlight meiner vier Wochen war das Osterfest, das wir im Landhaus der Familie verbrachten. Wir färbten Ostereier mit Blättern und Blumen aus dem Wald. Das hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gemacht und ich war sehr dankbar, diese Tradition mitmachen zu dürfen. Am Ostersonntag gab es ein prächtiges Osterfrühstück und dann ging es raus in den großen Garten zum Ostereiersuchen. Am Nachmittag unternahmen wir eine Bootstour und gingen in die Kirche.

Die vier Wochen gingen viel zu schnell um und ich kann nur sagen, dass ich in Lettland eine sehr schöne Zeit hatte und wunderbare Menschen kennengelernt habe. Ich bin überzeugt, dass dies nicht meine letzte Reise nach Lettland war. An dieser Stelle möchte ich nocheinmal allen danken, die mir diese unvergessliche Zeit ermöglicht haben. Ich hoffe, dass noch viele weitere Schüler unserer Schule die Möglichkeit haben werden, diese einmalige Erfahrung zu machen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Nina Tobies




Veröffentlicht am:
07.05.2009